Joseph Brodsky und Michael Bachtin fanden in Estland traumhafte Verhältnisse vor: Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung erforscht auf ihrer Reise nach Tartu die Erinnerungsorte eines uralten Volkes.
Sandra Kegel
1

Frankfurter Allgemeine Zeitung • 21.05.2013

[…] Es ist indes die Sprache selbst, in der sich die Machtverhältnisse spiegeln. Deutsch sprechen war hier über Jahrhunderte gleichbedeutend mit der Ausübung von Macht. So hießen die Leibeigenen nicht etwa »Esten«, sondern »die Nichtdeutschen«. Und für die Begriffe »deutsch« und »Herrschaft« gibt es im Estnischen nur ein Wort, »saksa«. An der 1632 gegründeten Universität Tartu, über Jahrhunderte das geistige Zentrum des Baltikums, wurde Deutsch gelehrt. […]

Liebling, wo sind die Kartoffelkeime?
Der gesamte Artikel in der Online-Ausgabe der F.A.Z.