Auf den Spuren der Gedichte von Johannes Bobrowski drehte Volker Koepp 1972 seinen ersten Film im historischen Landschaftsraum östlich der Weichsel zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, der in der Spätantike »Sarmatien « genannt wurde. Eine Welt, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum sowjetischen Imperium gehörte. Später entstand in dieser Gegend mit Kalte Heimat (1994), Herr Zwilling und Frau Zuckermann (1998) oder In Sarmatien (2013) ein ganzer Zyklus von Filmen des Regisseurs. Es ging um Begegnungen mit Menschen, ihrem Alltag, ihren von politischen Umbrüchen geprägten Biografien, um nationalsozialistischen Terror, die Ermordung der Juden, stalinistische Verfolgung und neue Hoffnungen auf gesellschaftliche Veränderungen.
Chronos – Fluss der Zeit ist eine filmische Montage, in der sich Vergangenheit und Gegenwart fragmentarisch verbinden. Ein Wiedersehen mit Menschen aus früheren Filmen in der Zerrissenheit der Jahre 2020–2025 – schließlich geprägt von der epochalen Zeitenwende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, deren Auswirkungen wir in der unmittelbaren Gegenwart erleben.
Chronos – Fluss der Zeit
198 Min., D 2026, mehrsprachige OF mit dt. UT
Regie
Volker Koepp
Kamera
Uwe Mann, Christian Lehmann, Thomas Plenert u.a.
Montage
Christoph Krüger
Eine Kooperationsveranstaltung der Akademie der Künste Berlin und des
Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen seines Jahresthemas 2026: Galizien und Bukowina.
Das Kulturforum wird gefördert vom
Bundesministerium des Innern.
»Hintergrund ist stets die Geschichte, ich aber will die Gegenwart erzählen«
Regisseur Volker Koepp im Gespräch mit KK-Redakteur Markus Nowak
KK – Kulturkorrespondenz östliches Europa, Ausgabe 1410, Dezember 2019
| Datum | Do, 07.03.2024 |
| Zeit | 17:00 Uhr |
| Eintritt | 7,50 Euro | 5,– Euro ermäßigt |
| Barrierefrei | Nein |
Akademie der Künste Berlin – Hanseatenweg
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