Am Dienstag, d. 30. Juni 2026, ab 18:00 Uhr online auf ZOOM
Anmeldedaten: siehe unten
Die Sängerfeste gelten – spätestens seit der »Singenden Revolution« ab 1988 – insbesondere für viele Besucherinnen und Besucher aus Westeuropa als »typisch estnisch/lettisch«, dabei beruhen sie auf Kulturtransfer aus Deutschland. Die Begeisterung der deutschen Romantik für das Volkslied und den säkularen Chorgesang führte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur massenhaften Gründung von (Männer)Gesangsvereinen, die sich regional und überregional zu Sängerfesten trafen. Durch den engen Austausch der Deutschbalten mit den deutschen Ländern »schwappte« diese Welle auch zügig in die Ostseeprovinzen des Russländischen Reichs. Doch während die deutschbaltischen Sängerfeste keine lange Tradition entwickeln konnten, wurden die nach ihrem Vorbild veranstalteten estnischen und lettischen Sängerfeste zum Symbol der nationalen Identität und der Bewahrung des Nationalbewusstseins auch während der sowjetischen Okkupation.
Caroline Haubold M.A. studierte Finnisch-Ugrische Philologie und Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie in Göttingen sowie Osteuropastudien in Berlin. Schon in ihrer Masterarbeit hat sie sich mit dem estnischen Sängerfest beschäftigt und untersucht in ihrer Doktorarbeit die deutschbaltischen Sängerfeste und Gesangsvereine im 19. Jahrhundert.
Moderation:

Die Teilnahme ist für alle Interessierten kostenlos. Den ZOOM-Einwahllink für alle Veranstaltungen der Reihe sowie Antworten auf Rückfragen erhalten Sie bei der Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern unter:
E-Mail:
oder
T. + 49 (0)3991 153711
Ein Vortrag im Rahmen der gemeinsamen Reihe »Die Baltischen Staaten. Unser unbekannter Nachbar im Osten?« des
Deutschen Kulturforums östliches Europa und der
Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern
Das Kulturforum wird gefördert vom
Bundesministerium des Innern aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
| Datum | Di, 30.06.2026 |
| Zeit | 18:00 Uhr |
| Eintritt | mit Anmeldung |
| Barrierefrei | Ja |