Ursprünglich in der Kabbala verwurzelt, erzählt die Golem-Legende von einem menschenähnlichen Wesen, das aus lebloser Materie geschaffen wurde. Der Golem wird durch mystische Rituale und die Rezitation heiliger Texte zum Leben erweckt, oft mit dem Ziel, die jüdische Bevölkerung zu beschützen. Am bekanntesten ist der Prager Golem, aber auch aus Cholm/Chełm (heute Polen) oder Wilna/Vilnius (heute Litauen) sind Varianten der Legende überliefert. In der Literatur oder auf der Bühne hat die Legende vom Golem über die Jahrhunderte hinweg als Symbol für die Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf, Macht und Verantwortung gedient. Denn in vielen Versionen der Legende gerät das geschaffene Wesen außer Kontrolle und wird zur Bedrohung für seinen Schöpfer.
zum Trailer auf YouTube In der Bühnen-Collage golem.ai wird die Auseinandersetzung mit der Golem-Sage als Vorläufer aktueller Diskussionen über Künstliche Intelligenz (KI) gedeutet. Texte aus sechs Ländern und drei Jahrhunderten – von romantischen bis zu modernen Stimmen – verweben sich zu einem Dialog über Schöpfung und Verantwortung, Macht und Ohnmacht. Per Videoprojektion tritt eine Künstliche Intelligenz hinzu und eröffnet eine brisante Perspektive: Was bedeutet Menschsein in einer Zeit, in der Maschinen zu denken scheinen? Live begleitet von Steel Cello und Synthesizer, versetzt die szenische Lesung in eine Sphäre zwischen Literatur, Philosophie und Zukunftsvision – poetisch und gleichzeitig beunruhigend aktuell.
Karten für 25,– Euro, ermäßigt 15,– Euro, sind bei eventim.de und an der Abendkasse erhältlich.
Der Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.
Reservierung
E-Mail:
Eine Veranstaltung des
Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit dem
Jüdischen Kulturschiff MS Goldberg
Das Kulturforum wird gefördert vom
Bundesministerium des Innern aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
| Datum | Sa, 23.05.2026 |
| Zeit | 19:30 Uhr |
| Eintritt | 25,– Euro | 15,– Euro ermäßigt |
| Barrierefrei | Nein |
Jüdisches Kulturschiff »MS Goldberg« Berlin
Anlegestelle Havelufer neben der Dischinger Brücke, Ruhlebener Straße/Sedanstraße, 13581 Berlin-Spandau
Adresse mit Google Maps öffnen.
Anfahrt:
Sedanstraße
U7 Rathaus Spandau
S3, S9, RE2 S-Bhf. Spandau
Bus M45 Brunsbütteler D./Ruhlebener Str.