Ursprünglich in der jüdischen Kabbala verwurzelt, erzählt die Golem-Legende von einem menschenähnlichen Wesen, das aus lebloser Materie geschaffen wurde. Der Golem wird durch mystische Rituale und die Rezitation heiliger Texte zum Leben erweckt, oft mit dem Ziel, die jüdische Bevölkerung zu beschützen. Am bekanntesten ist der Prager Golem, aber auch aus Cholm/Chełm (heute Polen) oder Wilna/Vilnius (heute Litauen) sind Varianten der Legende überliefert.
Sie wird nun in einer Bühnen-Collage neu erzählt: Texte aus sechs Ländern und drei Jahrhunderten – von romantischen bis zu modernen Stimmen – verweben sich zu einem vielschichtigen Dialog über Schöpfung und Verantwortung, Macht und Ohnmacht. Eine Künstliche Intelligenz tritt als Akteurin hinzu und eröffnet eine brisante Perspektive: Was bedeutet Menschsein in einer Zeit, in der Maschinen zu denken scheinen? Wort, Klang und Videoprojektion verschmelzen zu einem eindrucksvollen Erlebnis zwischen Literatur, Philosophie und Zukunftsvision – poetisch und gleichzeitig beunruhigend aktuell.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung wird empfohlen:
per
Eine Veranstaltung des
Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit dem
Jüdischen Kulturschiff MS Goldberg
Das Kulturforum wird gefördert vom
Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
| Datum | Fr, 12.12.2025 |
| Zeit | 19:30 Uhr |
| Eintritt | frei, Anmeldung empfohlen |
| Barrierefrei | Nein |
Jüdisches Kulturschiff »MS Goldberg« Berlin
Anlegestelle Havelufer neben der Dischinger Brücke, Ruhlebener Straße/Sedanstraße, 13581 Berlin-Spandau
Adresse mit Google Maps öffnen.
Anfahrt:
Sedanstraße
U7 Rathaus Spandau
S3, S9, RE2 S-Bhf. Spandau
Bus M45 Brunsbütteler D./Ruhlebener Str.