Sprachliche Vermittlungspfade – Mediale Parameter – Europäische Perspektiven
1

Was heißt es eigentlich zu übersetzen? Wo fängt Übersetzung an? Wo hört Übersetzbarkeit auf? Um solche Präliminarien aufzuspüren, auszuloten und dingfest zu machen, trafen sich 2008 Nachwuchswissenschaftler aus drei Nationen zu einer deutsch-polnischen Tagung in Łódź. Ausgangspunkt und Motivation für diese erste Tagung von Kultur-KonneX, einem jungen Forum für interkulturelle Reflexion, war die Überzeugung, dass die Frage nach der Übersetzbarkeit eine präzisere Antwort auf die Frage nach der Verstehbarkeit von unterschiedlichen Kulturen gibt. Schließlich ist übersetzbar immer nur das, was vorher irgendwie auch verstanden, also innerlich nachvollzogen wurde. Das jedoch scheint in den unterschiedlichen Bereichen, in denen Übersetzungen eine Rolle spielen, bei näherer Betrachtung nicht immer der Fall zu sein. Der Band schließt Wissenslücken, indem er interdisziplinär aufzeigt, was Übersetzbarkeit behindert und wie das Problem der Übersetzbarkeit besser angegangen werden kann. In diesem Sinne verstehen sich die versammelten Detailstudien und Reflexionen als Brückensteine für eine bessere interkulturelle Verständigung.



Bettina Kremberg, Artur Pełka, Judith Schildt (Hrsg.): übersetzbarkeit zwischen den kulturen, 2010, 347 Seiten, gebunden, € 59,80 [D] | € 61,50 [A] | 87,00 sFr
ISBN 978-3-631-58818-5