Seit 30 Jahren bereist der Fotograf Frank Gaudlitz Russland. Er verfolgte den aufflammenden Patriotismus. Jetzt ist sein Lebensthema an einem Endpunkt. Ein Gespräch.
Potsdamer Neueste Nachrichten/Tagesspiegel, 22.03.2022
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PNN/Tagesspiegel, 22.03.2022: »Ein Großteil schweigt, aus Angst« (Ausschnitt)

Von Lena Schneider

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PNN/Tagesspiegel: Hat Sie der Angriffskrieg dennoch überrascht?

Frank Gaudlitz: Natürlich. Ich war von August bis Oktober 2021 das letzte Mal in Russland. Für ein Projekt über Humboldt bin ich mit dem Auto von St. Petersburg bis ins sibirische Tobolsk gefahren, mit einem russischen PhilosophenNichts hat auf einen Krieg hingedeutet. […]

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PNN/Tagesspiegel: Ihr Humboldt-Projekt liegt jetzt auf Eis. Sie sagen, moralisch verbiete es sich im Moment, nach Russland zu reisen.

Frank Gaudlitz: Ja. Eigentlich wollten wir in diesem Jahr von Omsk bis ans Kaspische Meer und weiter nach Moskau fahren, auf Humboldts Spure. Aber ich kann jetzt nicht in Russland Fotos machen, die keiner braucht und wahrscheinlich auch keiner sehen will.

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Fotograf Frank Gaudlitz über Russland: »Ein Großteil schweigt, aus Angst«
Tagesspiegel+-Artikel: Der Anfang ist frei lesbar, das gesamte Gespräch ist kostenpflichtig.

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