Logo: Institut für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europa – IKDE

Profil

Das Institut für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europa (IKDE) in Freiburg – bis 2013 Johannes-Künzig-Institut für ostdeutsche Volkskunde, bis 2025 Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa (IVDE) – ist eine dem Innenministerium des Landes Baden-Württemberg nachgeordnete Einrichtung. Es erforscht die historische und gegenwärtige Alltagskultur der Deutschen in und aus dem östlichen Europa.

Mit dem Schwerpunkt auf Alltags- und Populärkultur, kulturvergleichenden Ansätzen und seinen einzigartigen Archivbeständen trägt das IKDE zur Sicherung und zur Erforschung des kulturellen Erbes der Deutschen in und aus Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa bei. Kern der Forschungsphilosophie des IKDE ist dabei eine zeitgemäße, aktuellen kulturwissenschaftlichen Fragestellungen folgende Interpretation von§ 96 des Gesetzes über die Angelegenheiten der Vertriebenen und Flüchtlinge (BVFG, Bundesvertriebenengesetz).

Das Institut ist zugleich auch Teil einer nationalen und internationalen Forschungs- und Archivlandschaft, dabei allerdings die einzige auf Grundlage von § 96 BVFG tätige Einrichtung, die ausschließlich im Fachzusammenhang der Empirischen Kulturwissenschaft (früher Volkskunde) verortet ist.

Die drei konzeptionellen Säulen des IKDE – Verflechtungen, Identitäten, Transformationen – spiegeln sich in den deutschlandweit einzigartigen Archivbeständen, die von Ton- und Bildaufnahmen über thematische Sammlungen bis hin zu vor allem wissenschaftsgeschichtlich wichtigen Nachlässen reichen. Zum Tonarchiv gehören ca. 1.600 Tonbänder – vorwiegend Interviews mit Vertriebenen aus den 50er und 60er Jahren. Das Bildarchiv enthält über 5.000 Fotos, Dias sowie zahlreiche Filme. Im Einsendungsarchiv finden sich Tagebücher, handgeschriebene Liederbücher, Personaldokumente usw. Ferner verfügt das Institut über Nachlässe von Wissenschaftlern wie auch über Privatsammlungen von Vertriebenen und Flüchtlingen.

Die wissenschaftliche Spezialbibliothek des IKDE verfügt neben umfangreicher wissenschaftlicher Literatur über zum Teil unikale Bestände aus der Zwischenkriegszeit sowie aus dem Bereich der Heimatvertriebenen-Publizistik, wie die Periodika der Vertriebenenpresse (insbes. »Heimatbriefe«) sowie Ortsmonographien (»Heimatbücher«). Das IKDE erweitert und erschließt seine Archiv- und Bibliotheksbestände kontinuierlich und stellt sie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wie interessierten Laien zur Verfügung. Über Ausstellungen, digitale Präsentationen und regelmäßig wiederkehrende Formate wie den Quartalston und das Quartalsbild vermittelt das Institut seine Forschungsergebnisse und Bestände zielgruppenorientiert an die Öffentlichkeit.

Das IKDE denkt seinen gesetzlichen Auftrag in Vernetzungen und Kooperationen. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pflegen enge Kontakte zu Archiven, Museen und Universitäten im deutschsprachigen Raum, vor allem aber in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IKDE sind in der universitären Lehre engagiert und führen so Studierende an die Themen des Instituts heran. Mit einem eigenen Stipendienprogramm unterstützt das IKDE junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem östlichen Europa und fördert so zugleich die Vernetzung mit Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Kontakt

Institut für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europa – IKDE
Goethestraße 63
79100 Freiburg
T. +49 761 704430
E-Mail: poststelle[at]ikde.bwl.de
Individuelle Terminabsprache:
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet

Logo: Institut für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europa – IKDEwww.ikdebw.de

Ansprechpartner

Prof. Dr. Markus Tauschek (Institutsleiter)

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Freitag
10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Anreise und Kontakt
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