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Johannes Urzidil (1896–1970) gilt als jüngster Dichter des berühmten »Prager Kreises« um Max Brod, Franz Kafka und Franz Werfel. Schon als Kind fühlte sich der Spross einer deutsch-tschechisch-jüdischen Familie »hinternational«. Als sogenannter Halbjude emigrierte er nach der Besetzung seiner Heimatstadt nach New York, wo er blieb und seine erfolgreichsten Bucher schrieb. Zu seinen Hauptwerken gehören Goethe in Böhmen, Die verlorene Geliebte und Prager Triptychon.

Die Herausgeber des Lesebuchs zeichnen den Lebensweg Urzidils nach und präsentieren ausgewählte Prosatexte. Vorgestellt werden auch seine literarischen Annäherungen an für ihn wichtige Persönlichkeiten wie Goethe, Kafka oder Walt Whitman und seine ausgleichenden Ansichten zwischen den Nationalitäten seiner Heimat. Schließlich kommen Kritiker, Literaturwissenschaftler und Schriftstellerkollegen zu Wort, die die Bedeutung des heute fast vergessenen deutschböhmischen Autors verdeutlichen.

Die beigefügte CD mit einem Audiofeature von Ingo Kottkamp enthält seltene Tondokumente, die das warme Prager Deutsch des Dichters erklingen lassen.

»Ein klug konzipiertes Lesebuch, […] das durch Sorgfalt der Auswahl sowie editorische Akribie besticht und nicht nur für Einsteiger, sondern auch für Kenner und Sammler unentbehrlich ist«
NZZ am Sonntag

HinterNational – Johannes Urzidil. Ein Lesebuch von Klaus Johann und Vera Schneider. 371 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen, bebildert, mit umfangreichem Anhang und Audio-CD, Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam 2010.
€ 14,80/PLN 40,00. ISBN 978-3-936168-55-6

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www.urzidil.de
Die Internetseiten der beiden Herausgeber mit weiteren Informationen zum Buch und Neuigkeiten zum Thema Johannes Urzidil

Radiofeature: »Wo ich bin, ist Böhmen«
Johannes Urzidil (1896–1970) zwischen New York und Prag. Radiofeature von Vera Schneider