29.01.2014

Kulturgeschichte einer geistigen Metropole

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Kulturgeschichte einer geistigen Metropole
Klaus Garber nähert sich Breslau war weit über seine Grenzen hinaus ein unerschöpfliches geistiges Zentrum diesem Kosmos über die Institutionen und Menschen, die die intellektuelle und künstlerische Physiognomie Breslaus prägten. Sein Buch ist vor allem eine Einladung, den immensen kulturellen Reichtum der Stadt reisend und lesend in Augenschein zu nehmen.

»Breslau galt als eine geistige und künstlerische Hochburg im alten deutschen Sprachraum des Ostens. Wie Schlesien selbst nahm seine Hauptstadt eine Brückenstellung ein. Vom Herzogtum und vom Königlich Polnischen Preußen über Böhmen und Mähren bis hinab nach Ungarn und Siebenbürgen verliefen rege Kontakte. Wie im Land behauptete sich auch in der Stadt eine konfessionelle Offenheit mit merklichen Sympathien für das reformierte Bekenntnis.

Der Kulturhistoriker und Literaturwissenschaftler Klaus Garber zeichnet diese geistigen Zusammenhänge nach. Über die Landschaft und die städtische Silhouette geht es zu den prägenden kulturellen Institutionen, immer die Menschen im Blick, die ihnen Leben verliehen: die Reformatoren und Prediger, die Professoren und Scholarchen, die Bibliothekare und Archivare, die Sammler mit ihren unerschöpf lichen Kollektionen, für die Breslau in der ganzen Welt berühmt war. Vieles ist im Zweiten Weltkrieg untergegangen, mehr aber hat sich erhalten und findet sich heute in Breslau wieder. Garbers Buch ist eine Einladung in das alte Breslau, das in seinen geistigen Schätzen nicht anders als in seinen wiedererstandenen Bauten eindrucksvoll in der Gegenwart fortlebt. Die Wahl zur Europäischen Kulturhauptstadt 2016 stellt dies sinnfällig unter Beweis.«
Quelle: Böhlau Verlag

Klaus Garber: Das alte Breslau. Kulturgeschichte einer geistigen Metropole, 2014, Ca. 512 Seiten, Ca. 30 s/w-Abbildungen, 23 x 15.5 cm, gebunden. mit Schutzumschlag
ca. € 34.90, ISBN: 978-3-412-22252-9, in Planung

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