22.06.2006

Ferdinand von Quast und die Anfänge der Denkmalpflege in Preußen und Ermland • Ferdynand von Quast i początki konserwatorstwa zabytków w Prusach i na Warmii

Ferdinand von Quast und die Anfänge der Denkmalpflege in Preußen und Ermland • Ferdynand von Quast i początki konserwatorstwa zabytków w Prusach i na Warmii
Katalog zu einer Ausstellung des Historischen Vereins für Ermland e.V. in Zusammenarbeit mit dem Museum Ermlands und Masurens in Allenstein/Olsztyn
Titelbild des Katalogs zur Ausstellung "Ermländische Ansichten"

Katalog zu einer Ausstellung des Historischen Vereins für Ermland e.V. in Zusammenarbeit mit dem Museum Ermlands und Masurens in Allenstein/Olsztyn

Der Historische Verein für Ermland e.V. präsentiert aus Anlass seines 150. Gründungsjubiläums in Zusammenarbeit mit dem Museum Ermlands und Masurens in Allenstein/Olsztyn die Ausstellung in Potsdam und Allenstein/Olsztyn.

Gezeigt werden Lithographien, Drucke, Aquarelle und Zeichnungen zur mittelalterlichen Baukunst im Ermland aus der Hand Ferdinands von Quast (1807–1877), des ersten Konservators der Kunstdenkmäler in Preußen. Das Ermland, seit 1772 Teil der Provinz Ostpreußen, war vom 13. Jahrhundert bis zur ersten polnischen Teilung ein geistliches Fürstentum und bildete bis 1945 eine katholische Enklave in protestantischer Umgebung. Ferdinand von Quast entwickelte eine besondere Vorliebe für die mittelalterlichen Kunstdenkmäler des Ermlands und widmete diesem Gebiet den ersten und einzigen Band einer von ihm konzipierten Schriftenreihe (Denkmale der Baukunst in Preußen). Der preußische Konservator wollte darin charakteristische Baudenkmäler einer jeden Provinz der Monarchie dem kunstinteressierten Publikum vorstellen, um damit das Bewusstsein und die »Anhänglichkeit« in der Bevölkerung für den Wert und die Bedeutung der Altertümer des eigenen Landes zu fördern. Den Denkmalen der Baukunst in Preußen lag ein im besten Sinne populärwissenschaftliches Konzept zugrunde, dessen Kern großformatige Ansichten bilden, die sowohl in romantischen Ansichten als auch in technischen Bauaufnahmen die ermländischen Kirchen, Burgen und Stadttore vorstellen. Diese Lithographien aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bilden, ergänzt durch Vorzeichnungen, Studien und Entwürfen von Quasts aus deutschen und polnischen Beständen, den Mittelpunkt der Ausstellung und sind im Katalog vollständig in Farbe wiedergegeben. Der Betrachter wird durch die Ansichten mit einer von der modernen Zivilisation noch weitgehend unberührten Kulturlandschaft bekannt gemacht, die sich im östlichen Randgebiet des ehemaligen preußischen Königreichs befand.

Einführende Aufsätze von Christofer Herrmann, Artur Dobry und Andrzej Rzempołuch zur frühen Denkmalpflege in Preußen und dem Ermland ergänzen den Katalogteil.

Der Katalog zur Ausstellung: Ermländische Ansichten. Ferdinand von Quast und die Anfänge der Denkmalpflege in Preußen und Ermland. Widoki z Warmii. Ferdynand von Quast i początki konserwatorstwa zabytków w Prusach i na Warmii. Ausstellungskatalog. Mit einführenden Aufsätzen von Christofer Herrmann, Artur Dobry und Andrzej Rzempołuch. 208 S., 130 farbige und s/w-Abbildungen. Münster/Olsztyn: Historischer Verein für Ermland e.V./Muzeum Warmii i Mazur, 2006. € [D] 24,00

Weitere Informationen und Online-Bestellmöglichkeit über die Links am Fuß der Seite.

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