21.05.2015

Claudia Heinermann sucht Unterstützer für ihr Fotobuch über die Kriegswaisen aus Ostpreußen

Claudia Heinermann sucht Unterstützer für ihr Fotobuch über die Kriegswaisen aus Ostpreußen
Claudia Heinermann sucht Unterstützer für ihr Fotobuch über die sogenannten »Wolfskinder«. So werden die Kriegswaisen aus Ostpreußen genannt, die ab 1945 auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupf in den Wäldern des Baltikums umherirrten.
 

Die Fotografin Claudia Heidermann beschäftigt sich seit 2011 mit dem Schicksal der Wolfskinder. Gemeinsam mit der Journalistin Sonya Winterberg und dem Grafikdesigner Sybren Kuiper arbeitet sie an einem Fotobuch zu diesem Thema. Zur Realisierung des Projekts ist sie auf Unterstützung angewiesen:

»Mein Name ist Claudia Heinermann und ich arbeite seit 2007 als freiberufliche Dokumentarfotografin in den Niederlanden. Seit 2011 beschäftige ich mich mit den litauischen Wolfskindern. Die Ergebnisse
dieser Arbeit möchte ich nun ausführlich in einem Fotobuch über die Wolfskinder veröffentlichen. Da die Produktion von Fotobüchern sehr kostspielig ist habe ich eine Crowdfunding-Kampagne gestartet und benötige ich Ihre Unterstützung!

Hunderttausende Deutsche flohen Ende des Zweiten Weltkrieges vor der Roten Armee aus Ostpreußen und Königsberg. Immer wieder gingen Kinder auf der Flucht verloren oder erlebten die Ermordung der eigenen Familie. Andere mussten ohnmächtig mit ansehen, wie ihre Geschwister verhungerten, die Großeltern aus Schwäche starben oder die Mutter einer Epidemie erlag. Auf sich alleine gestellt, versuchten diese Kinder in den Wäldern des Baltikums zu überleben. Gegen Hunger, Kälte und sowjetische Willkür führten sie einen Kampf um Leben und Tod. Einige fanden Unterschlupf bei litauischen Bauern, die sie heimlich aufnahmen und notdürftig versorgten. Als Gegenleistung mussten sie auf Feld und Hof arbeiten. Eine Schulbildung blieb den meisten verwehrt, ein Großteil kann bis heute weder lesen noch schreiben. In der Regel erhielten die Kinder eine neue Identität und litauische Namen, um ihre Herkunft zu verschleiern. So blieben sie Jahrzehnte hinter dem Eisernen Vorhang zurück ohne dass ihr Schicksal einer größeren Öffentlichkeit bekannt war.

Seit dem Fall der Sowjetunion Anfang der neunziger Jahre veränderte sich auch das Leben der Wolfskinder. Mein Buch dokumentiert in nie zuvor gezeigten Bildern ihren Weg von damals bis heute.

Warum das Buch unterstützen?

Claudia Heinermann bei der Arbeit

Wenn die Lebensgeschichten der Wolfskinder nicht in Wort und Bild dokumentiert werden, gehen sie für die nachfolgenden Generationen verloren. Als Fotografin möchte ich gerne dazu beitragen, diese  Dokumente der Zeitgeschichte zu bewahren. Es geht mir dabei nicht nur um das historische Bewusstsein sondern auch um den universellen Charakter dieses Themas. Die Geschichten der Wolfskinder zeigen Kriegsfolgen aus der Kinderperspektive. Sie erzählen von den direkten Folgen in der Kriegs- und Nachkriegszeit, von Flucht, Vertreibung, Angst, Hunger und Gewalt. Aber auch von den Langzeitfolgen: Was es bedeutet, die Familie, die Heimat und die Muttersprache zu verlieren und in einem fremden Land aufzuwachsen. Diese universelle Themen sind bis heute aktuell.

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir das Fotobuch über die Wolfskinder realisieren und werden die Geschichten und Bilder ihren Weg in die Öffentlichkeit finden.«

Kontakt und weitere Informationen

Mobil: +31-6-26830952
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Website mit vielen Bildern und ausführlichen Informationen: www.wolfskinder.eu

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