26.09.2005

Wenn die schlesischen, hinterpommerschen, ostpreußischen Heimatverbände uns scheppernd ihre Identität vortanzen, ist dies Ausdruck ihres Heimwehs nach dem fernen Absoluten. Über das süße Sehnen nach den Orten der verlorenen Zeit

Michael Rutschky
Michael Rutschky
Wenn die schlesischen, hinterpommerschen, ostpreußischen Heimatverbände uns scheppernd ihre Identität vortanzen, ist dies Ausdruck ihres Heimwehs nach dem fernen Absoluten. Über das süße Sehnen nach den Orten der verlorenen Zeit
die tageszeitung • 24.09.2005

die tageszeitung • 24.09.2005

[…] Ich war dieser Dame, die ihrem Habitus nach im Westen ein durchaus gutbürgerliches Leben aufzubauen verstanden hatte, richtig dankbar. So hatten uns die Vertriebenen ihre Geschichte all die Jahre nicht erzählt. Sie handelt vom Heimweh, das dort drüben in der Zeit des Glücks und der Erfüllung liegt, unerreichbar. Stattdessen belästigten sie uns mit ihrem Tag der Heimat, an dem mit Dschingderassa die ostpreußische/hinterpommersche/schlesische Identität vorgetanzt wurde; mit dem Recht auf H., das angeblich noch ihren Kindern und Kindeskindern zukomme, obwohl die in Visselhövede statt in Elbling, in Gladbeck statt in Schneidemühl, in Waldkraiburg statt in Oppeln geboren waren und ihnen später, wenn sie erwachsen sind, als Ort der verlorenen Zeit das Waldkraiburg, Gladbeck, Visselhövede ihrer Kindheit in Erinnerung kommt statt Schlesien, Pommern, Ostpreußen. […]

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