21.11.2015 - 24.04.2016
Museum Europäischer Kulturen
Arnimallee 25, 14195 Berlin, Deutschland

Schöne neue Welt

Ausstellung: Traumhäuser rumänischer Migranten

Flyerbild: Kleinilwa/Ilva Mică 2010

Das Oascher Land, die Marmarosch und die Bukowina sind eher ländlich geprägte Regionen im Norden Rumäniens. Seit einigen Jahren bestimmen stattliche Neubauten das Dorf- und Landschaftsbild mit. Farbenprächtig, mehrstöckig, marmor- und granitverziert heben sie sich von den traditionellen Häusern ab. Ihre Besitzer arbeiten das Jahr über in Italien, Spanien, Frankreich oder Großbritannien. Dort sichern sie meist als Bauarbeiter, Reinigungskräfte, Altenpfleger, Erntehelfer die Existenz ihrer Familien.

Ihre Ersparnisse fließen vielfach in den Bau großer Häuser in ihren Herkunftsorten. Architektur und Innenausstattung sind sichtbares Zeichen ihres Erfolgs im Ausland und ihrer modernen westlichen Lebenseinstellung. Die repräsentativen Häuser und die Luxus-Autos sind der Schlüssel zu gesellschaftlicher Anerkennung, sie sichern die Familienehre.

Bewohnt werden die neuen Häuser nur selten. Die älteren Menschen leben weiterhin in ihren eigenen Häusern. Sie hüten jene Enkelkinder, die zurückbleiben, und die unbewohnten Häuser. Nur zu Weihnachten, Ostern und im August füllen sich die Dörfer. Dann trifft man sich, tauscht Neuigkeiten aus. Den August prägen die pompösen Hochzeiten. Danach verstummen die Orte wieder.

Die Ausstellung mit Fotografien von Petruţ Călinescu, Matei Bejenaru und vielen anderen vermag die verschiedenen Aspekte der Migration und des Baubooms nur anzudeuten, die Rahmenveranstaltungen vertiefen sie.

Ein Gemeinschaftsprojekt der Koordinierung Ostmittel- und Südosteuropa am Museum Europäischer Kulturen, Staatliche Museen zu BerlinMuseen zu BerlinMuseen zu Berlin, mit dem Rumänischen Kulturinstitut Berlin

 

Das Oascher Land, die Marmarosch und die Bukowina sind eher ländlich geprägte Regionen im Norden Rumäniens. Seit einigen Jahren bestimmen stattliche Neubauten das Dorf- und Landschaftsbild mit. Farbenprächtig, mehr - stöckig, marmor- und granitverziert heben sie sich von den traditionellen Häusern ab. Ihre Besitzer arbeiten das Jahr über in Italien, Spanien, Frankreich oder Großbritannien. Dort sichern sie meist als Bauarbeiter, Reinigungskräfte, Altenpfleger, Erntehelfer die Existenz ihrer Familien. Ihre Ersparnisse fließen vielfach in den Bau großer Häuser in ihren Herkunftsorten. Architektur und Innenausstattung sind sichtbares Zeichen ihres Erfolgs im Ausland und ihrer modernen westlichen Lebenseinstellung. Die repräsenta - tiven Häuser und die Luxus-Autos sind der Schlüssel zu ge- sellschaftlicher Anerkennung, sie sichern die Familienehre. Bewohnt werden die neuen Häuser nur selten. Die älteren Menschen leben weiterhin in ihren eigenen Häusern. Sie hüten jene Enkelkinder, die zurückbleiben, und die unbe - wohnten Häuser. Nur zu Weihnachten, Ostern und im August füllen sich die Dörfer. Dann trifft man sich, tauscht Neuig - keiten aus. Den August prägen die pompösen Hochzeiten. Danach verstummen die Orte wieder. Die Ausstellung mit Fotografien von Petruţ Călinescu, Matei Bejenaru und vielen anderen vermag die verschiedenen Aspekte der Migration und des Baubooms nur anzudeuten, die Rahmenveranstaltungen vertiefen sie. 

Lage


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