02.11.2010 , 19:30
Deutschlandradio Kultur

»Wo ich bin, ist Böhmen«

Johannes Urzidil (1896–1970) zwischen New York und Prag

Johannes Urzidil gehört mit Rilke, Kafka, Kisch und Werfel zu den großen deutschsprachigen Schriftstellern aus Prag. Mehr als ein Drittel seines Lebens verbrachte er im New Yorker Exil und erst 1957 gelang ihm, der an seiner deutschen Muttersprache festhielt, der literarische Durchbruch.

»Er ist in seinen Büchern zum großen Troubadour jenes für immer versunkenen Prag geworden, das er in seinem Buchtitel die verlorene geliebte genannt hat«,

schrieb Max Brod über seinen Freund.

Im November erscheint im Verlag des Deutschen Kulturforums das Lesebuch <i>HinterNational – Johannes Urzidil.</i> Neben Klaus Johann zeichnet Vera Schneider, die dieses Radiofeature eingerichtet hat, als Autorin verantwortlich.

Nach 1945 war Urzidil nur noch als Besucher in Europa; Prag hat er nie wieder betreten. Amerika wurde zum zweiten Thema seines Schreibens. In seinem Roman Das große Halleluja und in den New Yorker Erzählungen entfaltet er ein Panorama der US-amerikanischen Gesellschaft.

Die Sendung folgt Urzidil auf dem Weg zwischen zwei Kontinenten und stellt Projekte vor, die den fast vergessenen Autor anlässlich seines 40. Todestages wieder in den Blickpunkt rücken.

Ein Feature von Vera Schneider zum 40. Todestag des Dichters • 2010 • ca. 30 Min.

»Wo ich bin, ist Böhmen«
Weitere Informationen auf den Internet-Seiten von Deutschlandradio Kultur • Mit dem Manuspript der Sendung zum Herunterladen

HinterNational – Johannes Urzidil
Ein Lesebuch von Klaus Johann und Vera Schneider

»Ich bin hinternational«
Zum 40. Todesjahr von Johannes Urzidil | Präsentation des druckfrisch erschienenen Johannes-Urzidil-Lesebuches von Klaus Johann und Vera Schneider in einem Multimedia-Vortrag mit Bildern und Audiomitschnitten

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