Begegnungen mit einer historischen Landschaft

Begegnungen mit einer historischen Landschaft
Die Ausstellung »Die Neumark – Begegnung mit einer historischen Landschaft« will eine wenig bekannte Region vorstellen und auf ein oft vergessenes Kapitel deutsch-polnischer Geschichte aufmerksam machen.
Rathaus in Königsberg in der Neumark/Chojna
Kapelle des Templerordens in Quartschen/Chwarszczany
Präsentation der Ausstellung in Caputh, 2012
Schloss Gleissen/Glisno
Kirche nach Plänen von Schinkel in Gleissen/Glisno
Gewölbe der Kirche in Sonnenburg/Słońsk

Die Neumark als Bezeichnung für ein ehemaliges Teilgebiet der Mark Brandenburg jenseits der Oder ist heute weder Polen noch Deutschen geläufig. Als Ergebnis des Zweiten Weltkriegs in das polnische Staatsgebiet eingegliedert, haben sich dort bis heute zahlreiche Zeugnisse deutscher Kultur, vor allem historische Bauwerke erhalten

Die historische Landschaft umfasst im Wesentlichen das Gebiet nördlich der Warthe-Netze-Linie, östlich der unteren Oder und westlich des Flüsschens Drage. Dieses Kerngebiet blieb zwar so im Laufe der Geschichte nahezu erhalten, war aber im Zuge der mittelalterlichen Herrschaftsbildung und der daraus resultierenden territorialen Ansprüche zahlreichen Veränderungen unterworfen.

Erst 1535, als die Neumark dem jüngeren Sohn des brandenburgischen Kurfürsten Johann I. als selbständiges Fürstentum zugesprochen wurde, galt die Bezeichnung Neumark für das gesamte Gebiet.

Die Trockenlegung der Sumpflandschaften im Oder-, Warthe- und Netzebruch vor allem während der Regierungszeit Friedrich II. brachte einen erheblichen Gewinn fruchtbaren Landes, auf dem zumeist nichtpreußische Kolonisten angesiedelt wurden. Diese trugen zur wirtschaftlichen Konsolidierung nach dem Siebenjährigen Krieg bei.

Die Kämpfe in der Endphase des Zweiten Weltkriegs kosteten Tausende der noch verbliebenen Einwohner das Leben. Die Nachkriegszeit führte zu tief greifenden Veränderungen.

Die Angliederung des Gebiets an den polnischen Staat und der vollständige Bevölkerungsaustausch hinterließen bei den Geflohenen und Vertriebenen ein Gefühl der Entwurzelung. Ähnliche Erfahrungen machten aber auch die polnischen Neusiedler aus dem ehemaligen Ostpolen, die in dieses Gebiet umgesiedelt wurden. Erst in den 1980er Jahren und nach der Wende setzte eine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und dem kulturellen Erbe in der Region ein.

Heute ist die Neumark Teil der polnischen Wojewodschaften Lubuskie und Zachodniopomorskie und gehört zur deutsch-polnischen Euroregion Viadrina.

Die Ausstellung ist thematisch nach den architektonischen Zeugnissen deutscher Kultur in der Neumark gegliedert. Sie stellt auf 26 Tafeln die Geschichte von Städten, Klöstern und Orden, Kirchen Schlösser und Herrenhäusern anhand ausgewählter Bespiele vor, bebildert mit neueren und historischen Abbildungen. Die neueren Aufnahmen stammen von dem Potsdamer Fotografen Mathias Marx.

Kooperationspartner

Eine im Auftrag des Deutschen Kulturforums östliches Europa und des Hauses der Brandenburg-Preußischen Geschichte von Paweł Rutkowski konzipierte Foto-Ausstellung.

Technische Angaben

Exponate

26 Tafeln à 118,9 cm x 84,1 cm auf Kömatex mit zwei Ösen für die Hängung auf der Rückseite

  • 1-3: Einführender Text, Chronologie, Karte
  • 4-9: Städte
  • 10-15: Klöster und Orden
  • 16-18: Kirchen
  • 19-23: Schlösser und Herrenhäuser
  • 24-26: Zeitgeschichte

Versicherungssumme

3.120 €

Konditionen und Kontakt

Hier können Sie Kontakt aufnehmen und erfahren mehr zu den Konditionen für die Ausleihe der Ausstellung.

Publikation zum Thema

Paweł Rutkowski (Hrsg.): Streifzüge zwischen Oder und Drage. Begegnungen mit der Neumark

Aktuelle Termine

Keine aktuellen Termine. Die Ausstellung ist ab sofort ausleihbar.

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