21.06.2004

St. Petersburg und die Deutschen | Nur noch Restexemplare!

St. Petersburg und die Deutschen | Nur noch Restexemplare!
Dokumentation des Potsdamer Forums vom 16.10.2003 in der Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, Berlin
Russlands Fenster nach Europa – St. Petersburg und die Deutschen. 46 Seiten, broschiert, mit 11 Duaton-Abb. 12x16 cm. Potsdam: Deutsches Kulturforum, 2004. € [D] 0,00. ISBN-10: 3-936168-16-4. ISBN-13: 978-3-936168-16-7

Dokumentation des Potsdamer Forums vom 16.10.2003 in der Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, Berlin

St. Petersburg wurde vor 300 Jahren von Peter dem Großen als »Fenster nach Europa« gegründet. Seitdem steht die Stadt für die europäische, die weltoffene Seite der russischen Kultur und Geschichte. Im Zuge der Gründung warb der Reformzar zahlreiche Spezialisten aus den europäischen Ländern an, die die Umwandlung des vormodernen Russland wesentlich mitgestalteten. Besonders hoch war der Anteil der Deutschen unter den Bewohnern der neuen Metropole: Als Ingenieure, Militärs, Wissenschaftler, Handwerker, Ärzte, Künstler und Musiker prägten sie das gesellschaftliche und kulturelle Leben Petersburgs.

Die im 18. und 19. Jh. gewachsene Präsenz der Petersburger Deutschen brach im Zuge des Ersten Weltkriegs und der russischen Revolution von 1917 ab. Aus Petersburg wurde erst Petrograd, dann Leningrad. Ihren schrecklichen Tiefpunkt erfuhren die deutsch-russischen Beziehungen im Zweiten Weltkrieg und in der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht. Dass das »Fenster nach Europa« auch in Zeiten des Kalten Krieges ein Stück offen geblieben ist, beweist die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg. Was bereits 1957 als eine informelle Kontaktaufnahme begann, hat sich über die Jahre zu einer engen und haltbaren Verbindung entwickelt. Nach der Marginalisierung Leningrads in der Sowjetzeit schickt sich die Stadt heute wieder an, als Modell für ein europäisiertes Russland zu wirken. In den letzten Jahren zog sie wieder eine große Zahl ausländischer Unternehmen, wissenschaftlicher Einrichtungen und Künstler an, die an ihrem sozialen und kulturellen Leben teilnehmen.

Das Potsdamer Forum geht der Frage nach, ob die historischen und gegenwärtigen Erfahrungen der Petersburger Deutschen für die europäische Integration, für die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontakte fruchtbar gemacht werden können.

Es diskutierten: Dr. Konstantin Asadowski, Dr. Dieter Boden, Margarete von der Borch und Dr. Stephan Stein. Die Moderation übernahm Ina Ruck vom Westdeutschen Rundfunk.

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Russlands Fenster nach Europa: St. Petersburg und die Deutschen

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