Ausschreibung: Exkursion für Studierende. Anmeldung bis 30. April 2019

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Ausschreibung: Exkursion für Studierende. Anmeldung bis 30. April 2019
Ausschreibung: Studierende für Exkursion gesucht! Anmeldung bis 30. April 2019

Schwerpunkte | Programm | Organisatorisches | Anmeldung

Das Seidenhaus Weichmann in Gleiwitz/Gliwice

Oberschlesien hat eine wechselvolle Geschichte: Am östlichen Rand des deutschen Kaiserreiches gelegen, war die Region spätestens seit dem 19. Jahrhundert geprägt von deutschem und polnischem Nationalismus, der von außen in die Region getragen und von aktiven Minderheiten der Bevölkerung zunehmend aufgegriffen wurde. Der nach dem Ersten Weltkrieg geschlossene Vertrag von Versailles rückte das Industriegebiet um Kattowitz, Gleiwitz, Hindenburg/O.S. und Beuthen/O.S. ins Licht der Weltöffentlichkeit, denn den Streit um dessen nationale Zugehörigkeit führten beide Seiten mit aller Härte. Die bürgerkriegsartigen Zustände in der Region dauerten bis 1921 an. Der Völkerbund entschied nach einem Plebiszit, Oberschlesien zwischen Deutschland und Polen aufzuteilen. Mitten durch eine eng verflochtene Industrieregion verlief ab 1922 die neue deutsch-polnische Staatsgrenze.

Sowohl in der preußischen Provinz Oberschlesien auf deutscher als auch in der Woiwodschaft Schlesien auf polnischer Seite entfaltete sich in den zwanziger und dreißiger Jahren eine gesteigerte Bautätigkeit: Administrations- und Wohngebäude entstanden, die nicht allein den alltäglichen Bedürfnissen einer Region entsprachen, die sich nach ihrer Teilung neu organisieren musste. Der Bauboom sollte auch politische Signale aussenden. Das polnische Katowice und die deutsche Dreistadt Gleiwitz-Hindenburg-Beuthen/O.S. verwandelten sich unter den Vorzeichen nationaler Reorganisationswünsche in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg in ein Experimentierfeld der Architekturmoderne. Die Ergebnisse dieses Experimentes prägen die Stadtbilder bis heute.

Anhand der Entstehungs- und (Um-)Nutzungsgeschichte einzelner Bauten sollen Schlaglichter auf das in der Zwischenkriegszeit geteilte Oberschlesien geworfen werden.

Eigenheiten im Bau auf deutscher und polnischer Seite werden herausgearbeitet und miteinander verglichen. Im Mittelpunkt steht die Analyse einzelner Gebäude der Architekturmoderne in Katowice und Hindenburg/O.S. (nach dem II. WK wieder Zabrze).

Inhaltliche Schwerpunkte der Studienreise

Die Teilnehmer werden die beiden Städte und ihr architektonisches Erbe zunächst auf Grundlage von Fotografien, Texten und Filmen kennenlernen und sodann vor Ort gemeinsam erkunden. Gespräche mit (Kunst-)Historikern über die Region selbst, die Entstehungszeit der modernen Bauten und ihre Einbettung in den geschichtlichen Kontext bilden den Rahmen.

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Programm

 

Montag, 27. Mai 2019

ab 16:00 Uhr
Ankunft der Teilnehmer in Kattowitz/Katowice

18:30 Uhr
Abendessen, Kennenlernen,
Einführungsvortrag zur Region Oberschlesien von Vasco Kretschmann

Dienstag, 28. Mai 2019

08:30 Uhr
Fahrt nach Gleiwitz/Gliwice

09:15 Uhr
Eichendorff-Lyceum, Zentralfriedhof (Karl Schabik)

11:30 Uhr
Führung Museum Gleiwitz/Gliwice auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in der Begräbnishalle (Max Fleischer)

13:00 Uhr
Mittagspause

14:30 Uhr
Seidenhaus Weichmann (Erich Mendelsohn)

15.30 Uhr
Bergwerksgebäude (Georg und Emil Zillmann)

16.30 Input
Geschichte bauen. Sachlichkeit und Nationalisierung Ende I. WK

17.30 Uhr
Fahrt nach Katowice

19:30 Uhr
Abendessen

Mittwoch, 29. Mai 2019

09:00 Uhr
Kattowitz: Haus der Eisenbahndirektion (Tadeusz Michejda)

10:00
Führung Schlesisches Museum

11:30 Uhr
Input: Stadtentwicklung Oberschlesien heute

12:30 Uhr
Mittagspause

14:00 Uhr
Wolkenkratzer (Tadeusz Kozlowski, Stefan Bryła), Christkönigskathedrale (Zygmunt Gawlik, Franciszek Mączyński), Sejm (Ludwik Wojtyczko, Kazimierz Wyczyński, Piotr Jurkiewicz, Stefan Żeleński), Führung Nikiszowiec vom Museum der Geschichte von Kattowitz/Muzeum Historii Katowic

19:30 Uhr
Abendessen

Donnerstag, 30. Mai 2019

09:00 Uhr
Zusammenfassung, Evaluation, Fragen

11:30 Uhr
Heimfahrt

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Teilnahme

Die Exkursion richtet sich an deutsche und polnische Studierende mit Interesse an

  • transnationaler, regionaler Geschichte
  • deutsch-polnischer Beziehungsgeschichte
  • Architektur und Stadtplanung

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

Exkursionssprache ist deutsch, es wird einen deutsch-polnischen Sprachmittler geben.

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Welche Leistungen sind inbegriffen?

  • 3 Übernachtungen in Kattowitz incl. Frühstück und Verpflegung vor Ort (Mittag- und Abendessen) in Mehrbettzimmern in der Jugendherberge Jopi
  • Fahrten vor Ort
  • Arbeitsmaterialien

Welche Leistungen werden von den Teilnehmern erwartet?

  • Selbständige Anreise auf eigene Kosten (Bahn, Bus, Mitfahrgelegenheit, Flug)

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Vorbereitung

Die TeilnehmerInnen der Studienreise erhalten einen Reader, in dem die wichtigsten Informationen zu Stadtentwicklung und Architektur zusammengefasst sind. In kleinen Teams (2-3 Personen) erarbeiten sie sich im Vorfeld Informationen zu einzelnen Gebäuden bzw. Stätten/Städten, die sie vor Ort vorstellen.

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Anmeldungen

Für eine Anmeldung bitte CV mit knapper Begründung des Interesses an der Studienreise bis zum 30. April 2019 senden an:
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Die Exkursion ist ein gemeinsames Angebot des Deutschen Kulturforums östliches Europa und des Kulturreferenten für Oberschlesien am Oberschlesischen Landesmuseum Ratingen

3 Übernachtungen in Katowice incl. Frühstück und Verpflegung vor Ort (Mittag- und Abendessen) in Mehrbettzimmern in der Jugendherberge Jopi
• Fahrten vor Ort
• Arbeitsmateriali

Vorhandene Materialien

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