Die kroatische Hafenstadt an der Adria ist 2020 Kulturhauptstadt Europas.

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Die kroatische Hafenstadt an der Adria ist 2020 Kulturhauptstadt Europas.
Besichtigungen und Gespräche in der Kulturhauptstadt Europas 2020 – vom 23. bis 26. Oktober 2019. Anmeldeschluss: 13. Mai 2019

<font style='color: #5f5f5f;'>Rijeka von der Burg von Trsat fotografiert</font>

Mittwoch, 23., bis Samstag, 26. Oktober 2019. Bewerbungsfrist: 13. Mai 2019

Im Jahr 2020 wird die kroatische Hafenstadt an der Adria – Rijeka (it./ung. Fiume, dt. St. Veit am Pflaum) – Kulturhauptstadt Europas sein. Aus diesem Anlass lädt das Deutsche Kulturforum östliches Europa zu einer

Informationsreise für Medienvertreter

ein. Die Reise bietet deutschsprachigen Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit, Geschichte und Gegenwart der Kulturhauptstadt 2020 kennenzulernen. Auf dem Programm stehen Besuche bei einschlägigen Kultureinrichtungen und Gespräche mit den Verantwortlichen für das Programm der Kulturhauptstadt 2020.

Medienvertreter können sich bis zum 13. Mai 2019 bewerben. Wir erwarten Angaben zum Interessenschwerpunkt und zu den Medien, für die ein Beitrag geplant wird.

Einer der zehn Teilnehmerplätze ist ausdrücklich für eine Nachwuchskraft in der Ausbildung reserviert.

Über die Stadt

Rijeka: Korzo mit Rathaus und Stadtturm im Hintergrund links

Rijeka, Kulturhauptstadt Europas 2020, blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück, die kulturelle Vielfalt jedoch blieb ihr bis heute erhalten. Rijeka, das auf Italienisch und Ungarisch Fiume, auf Slowenisch Reka, auf Deutsch St. Veit am Pflaum heißt, war wegen seiner geografischen Lage schon immer eine Kontaktzone unterschiedlicher Sprachen und Kulturen.
Kelten, Illyrer, Römer, Slawen, karolingische Franken, Kroaten, Ungarn, Österreicher, Italiener haben in der weit über zweitausendjährigen Geschichte dieser Stadt mitgemischt. Während der Zeit der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie gehörte sie zur ungarischen Reichshälfte. Nach dem Ersten Weltkrieg kam sie an Italien und 1947 fiel sie mit der istrischen Halbinsel an die Teilrepublik Kroatien des sozialistischen Jugoslawien, seit 1991 ist dies eine unabhängige Republik und seit 2014 Mitglied der Europäischen Union.

In der Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie floss viel Geld in die wirtschaftliche und industrielle Entwicklung der Stadt. Der Hafen wurde neu aufgebaut und erweitert. Zu den bedeutendsten Industrien gehörten die Ölraffinerie, die Papierfabrik, die Reisfabrik, die Torpedofabrik und die Zuckerfabrik. Viele Neubürger kamen aus verschiedenen Teilen Europas in die Stadt, unter ihnen nicht wenige Deutsche. Besonders Kaufleute, Schifffahrtsgesellschaften und Industrielle fanden die Stadt attraktiv. Durch diese Entwicklung entstand ein einzigartiger internationaler, mehrsprachiger Mikrokosmos, der sich auch im Kulturleben und in der lokalen Presselandschaft niederschlug. Die deutsche Sprache war vor allem im Bildungswesen, in der Industrie und in der Wissenschaft präsent, aber es gab auch kurzzeitig eine Zeitung in deutscher Sprache: die Fiumaner Zeitung.

Organisatorische Details

  • Dauer: Mittwoch, 23. bis Samstag, 26. Oktober 2019
  • Anreise: 23. Oktober, bis 17 Uhr Ankunft in Zagreb, am 24. Oktober, 10 Uhr gemeinsame Weiterfahrt mit Shuttle-Service GoOpti nach Rijeka, Ankunft in Rijeka: 12 Uhr
  • Abreise: 26. Oktober, Flug von Rijeka oder Zagreb
  • Unterbringung: Hotel Jadran in Zagreb und Hotel Neboder in Rijeka (3 ÜN mit Frühstück, Einzelzimmer)
  • Verpflegung: Kosten für drei Abendessen und zwei Mittagessen werden übernommen; die Getränkekosten zahlt jede/r selber
  • Kosten: Das Deutsche Kulturforum übernimmt Organisation, Betreuung und Kosten der Reise bis auf einen Eigenbeitrag in Höhe von 250,– € pro Person (150,– € für die Nachwuchskraft)

Vorgesehenes Programm

Markttag in Rijeka, im Hintergrund das Nationaltheater der Stararchitekten Fellner & Helmer
  • Besuch der Deutschen Botschaft Zagreb und des Vereins der Gemeinschaft der Deutschen in Zagreb, Treffen mit dem Minderheitenvertreter im kroatischen Parlament und dem Vertreter der deutschen Minderheit in der Gespanschaft Zagreb sowie Vertretern der deutschen Minderheit in Kroatien
  • Gespräch mit dem Leitungsteam der Agentur »Rijeka 2020« über das geplante Kulturhauptstadtprogramm
  • Begegnung mit dem Bürgermeister der Stadt Rijeka und mit dem Leiter der Kulturabteilung der Stadt
  • Gespräch mit dem Direktor des Stadtmuseums und Vertretern der Universität Rijeka über das multikulturelle Leben und Wirken in Rijeka sowie die Bedeutung der industriellen Landschaft für die Stadt
  • Stadtrundgang durch Rijeka mit Besuch des Staatsarchivs und der Universitätsbibliothek, Einblick in die vielsprachigen Zeitungen und Zeitschriften von Rijeka
  • Treffen mit der deutschsprachigen Studententheatergruppe und mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Andrije Mohorovičića, einer Deutschen-Sprachdiplom-Schule
  • Besuch ausgewählter Museen sowie Gespräche mit Ausstellungskuratoren oder/und anderen Kulturvertretern (je nach Interessen der Teilnehmer)

Veranstalter

  • Deutsches Kulturforum östliches Europa e.V.

in Kooperation mit:

  • Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Auf dem Korso von Rijeka werden die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis zum Beginn der Zeit als Europäische Kulturhauptstadt gezählt.

Ansprechpartnerin

Dr. Ingeborg Szöllösi
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Berliner Straße 135 Haus K1
14467 Potsdam
Tel. +49 (0)331 20098-11
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Kulturforum wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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