14.10.2017 , 12:00

1918 als Entstehungsjahr des Nationalismus in Ostmitteleuropa?

Podiumsgespräch mit György Dalos und Jaroslav Rudiš, Moderation: Conrad Lay

Péter Párkányi Raab: Denkmal von 2010 in Kaposvár für den Vertrag von Trianon, der 1920 die Aufteilung Ungarns besiegelte.

Mit Blick auf das 2018 anstehende hundertjährige Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs und die Entstehung selbständiger Nachfolgestaaten des österreich-ungarischen »Vielvölkerreichs« wird die Frage diskutiert, wie diese Phase mit Abschottungstendenzen, Nationalpopulismus und anderen heutigen politischen Phänomenen in der Region zusammenhängen könnte. Dabei stehen ein Gewinner und ein Verlierer der Neuordnung im Fokus: die Tschechoslowakei, die in der Zwischenkriegszeit eine damals in der Region vorbildliche demokratische Entwicklung nahm, und Ungarn, das weite Teile seines Reiches verlor, in denen überwiegend andere Nationalitäten wie Slowaken, Rumänen oder Kroaten wohnten. Auch die Politik gegenüber deutschen Minderheiten und Deutschlandbilder bis heute sollen beleuchtet werden.

Es diskutieren

György Dalos

György Dalos (Berlin), Schriftsteller und Historiker u. a. Ungarn in der Nussschale. Geschichte meines Landes, Geschichte der Russlanddeutschen, Der letzte Zar

 

 

 

 

 

 

 

 

Jaroslav Rudiš

Jaroslav Rudiš (Prag), Schriftsteller, Dramatiker und Historiker, Verfasser u. a. der Graphic-Novel-Trilogie Alois Nebel.

Moderation: Conrad Lay, Rundfunkjournalist

 

 

Veranstaltungsankündigung auf der Website der Frankfurter Buchmesse

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen seiner Präsentation auf der Frankfurter Buchmesse 2017, in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse und dem Auswärtigen Amt.

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