04.09.2008 , 20:00

Hoffmanns Harfe

CD-Premiere • Werke von E.T.A. Hoffmann, Anton Ferdinand Titz, Jan Ladislav Dussek, Carl Ditters von Dittersdorf und Andrej Sychra

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Masumi Nagasawa
Plakat

Es musizieren Masumi Nagasawa, Harfe, und das Hoffmeister-Quartett.

20.00 Uhr

Im Programm hoffmanns harfe werden zwei CD-Projekte, die das Deutsche Kulturforum östliches Europa mit dem hoffmeister-quartett durchführt, präsentiert. Der romantische Schriftsteller E.T.A. Hoffmann komponierte sein Harfen-Quintett c-Moll in Warschau, wo er als Regierungsrat in den Jahren 1804-1806 tätig war. Die Ersteinspielung auf historischen Instrumenten erschien im Sommer 2008 zusammen mit weiteren Kammermusikwerken Hoffmanns. Der aus Nürnberg stammende Anton Ferdinand Titz wirkte ab 1781 in St. Petersburg als Violinvirtuose am Kaiserlichen Hof. Er war der Violinlehrer von Alexander I., der an den von Titz gestalteten Kammermusiken am Hof auch mitwirkte. Titz gilt mit seinen empfindsamen Kompositionen als Begründer der Streichquartett-Tradition in Russland. Das Kulturforum produziert derzeit eine Gesamtaufnahme der zwölf Streichquartette des Petersburgers.

Programm

Anton Ferdinand Titz (1742–1810)
Quartett in G-Dur (aus Six Quatuors 1781)
Allegro – Rondo

Jan Ladislav Dussek (1760–1812)
Adagio aus der Sonatine Nr. 6 Es-Dur für Harfe

E.T.A. Hoffmann (1776–1822)
Harfenquintett c-Moll
Allegro moderato – Adagio – Allegro

* * *

Carl Ditters von Dittersdorf (1739–1799)
Quartett Nr. 5 Es-Dur
Allegro – Menuetto. Non troppo Presto – Finale. Allegro

Andrej Sychra (1766–1851)
Variationen auf das russische Lied Au milieu des collines für Harfe

Anton Ferdinand Titz
Quartett in F-Dur (aus den Trois Quatuors 1802)
Allegro – Adagio cantabile – Rondo. Vivace

Masumi Nagasawa studierte Harfe am Konservatorium in Maastricht bei Phia Berghout sowie historische Harfe bei Mara Galassi. Ihr umfangreiches Repertoire umfasst Werke für die moderne große Harfe, die Einfachpedalharfe (eine historischen Harfe aus dem 18.–19. Jahrhundert), die irische Harfe und die japanische alte Harfe Kugo. Sie konzertiert solistisch und mit herausragenden Ensembles in vielen internationalen Konzerthallen und bei zahlreichen internationalen Festivals. Sie unterrichtet am Konservatorium in Maastricht.

Das Hoffmeister-quartett wurde 2002 gegründet von vier Streichern aus Hannover, Berlin und Köln, die in der Szene historischer Aufführungspraxis längst einen Namen haben. Benannt nach dem Komponisten und Verleger Franz Anton Hoffmeister (1754–1812), der die Werke von Haydn, Dittersdorf, Vanhal, Beethoven, Mozart, und vielen Zeitgenossen druckte, haben sich die vier Musiker insbesondere das Ziel gesetzt, zu Unrecht vergessene Komponisten zu Gehör zu bringen.

Ulla Bundies, Violine, studierte in Hannover. Sie ist Mitglied von musica alta ripa und Konzertmeisterin des Kleinen Konzerts unter Hermann Max.

Christoph Heidemann, Violine, studierte in Hannover. Er war Konzertmeister der Jungen Deutschen Philharmonie,und gründete 1992 das Barockorchester l’arco hannover, das er seitdem als Konzertmeister leitet.

Aino Hildebrandt, studierte Viola in Hamburg. Seit 1998 wirkt sie im concerto köln mit, dessen festes Mitglied sie seit 2001 ist

Martin Seemann Violoncello, studierte in Berlin. Seine Schwerpunkte liegen auf den Werken des Barock und des 20. Jahrhunderts. Er spielte als Solistu.a. die Uraufführung von Arvo Pärts fratres in der Fassung für Violoncello und Orchester.

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