21.11.2018 , 18:15
Humboldt-Universität Berlin – Senatssaal
Unter den Linden 6, 10117 Berlin, Deutschland

Galizien – zwischen Kakanien und Chaos

Themenabend mit Vortrag, Film und Gespräch. Bitte beachten: In unserem Flyer wurde die Veranstaltung auf den 13. November 2018 datiert, sie musste jedoch auf den 21. November 2018 verlegt werden.

Kriegsschäden in Stanislau (heute Iwano-Frankiwsk), aus der Sammlung <i>22 Photos aus dem 1. Weltkrieg</i>

Die Konflikte zwischen den Nationalitäten drehten sich in Österreich um ähnliche Fragen wie in anderen Imperien Mittel- und Osteuropas: Amtssprachen, eigene Schulen und Universitäten, Teilhabe an der politischen Herrschaft. Die territoriale Zugehörigkeit spielte zunächst keine große Rolle, da der Zusammenhalt der Habsburgermonarchie nicht in Frage gestellt wurde. Der polnisch-ukrainische Konflikt wies im europäischen und im österreichischen Vergleich mehrere negative Ausnahmen auf: Die Großgrundbesitzer standen einer verarmten Bauernschaft gegenüber, das Bürgertum insgesamt war schwach, die soziale Kluft stärkte radikale soziale und nationalistische Kräfte und förderte die Bereitschaft zur Gewaltanwendung, der Antisemitismus war außergewöhnlich scharf.

Diese Anbahnungen vor dem Ersten Weltkrieg, die Folgen des Kampfes der Polen und Ukrainer um Ostgalizien 1918/19 sowie die damalige und heutige Erinnerungskultur stehen im Mittelpunkt des Themenabends. Dabei wird auch die Rolle der Galiziendeutschen in diesem Konflikt beleuchtet.

Programm

Begrüßung

  • Prof. Dr. Christian Voß, Leiter Fachgebiet Südslawisik an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Dr. Harald Roth, Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa

Vortrag

Galizien – kakanisch buchstabiert

  • von Prof. Dr. Karl Schwarz (Wien)

Film

Stadtschreiberin in Lemberg/Lwiw

  • mit Barbara Thériault, Soziologin, 2018 Stadtschreiberin in Lemberg/Lwiw

Gespräch

  • Juri Durkot, Journalist (Lemberg/Lwiw)
  • Jun.-Prof. Dr. Tim Buchen, BKM-Juniorprofessur ökonomische und soziale Netzwerke der Deutschen im östlichen Europa (TU Dresden)
  • Moderation: Dr. Anna Juraschek, ifa-Regionalkoordinatorin Polen und Tschechien (Oppeln/Opole)

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen des Jahresthemas 2018: Zwischen Trauer und Triumph. 1918 im östlichen Europa in Zusammenarbeit mit dem Hilfskomitee der Galiziendeutschen und dem Institut für Slawistik an der Humboldt-Universität zu Berlin

Lage


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