17.10.2018 , 18:00
Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung – Haus 17
Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam, Deutschland

Von Posen nach Poznań

Themenabend: Zur Geschichte einer »Stadt dazwischen«

Ehemaliger Sitz der Landschaftsdirektion (als Teil des Kaiserviertels) und Wirtschaftsuniversität in Posen/Poznan

Im 19. Jahrhundert war Posen/Poznań die Hochburg der polnischen Nationalbewegung in Preußen und im Deutschen Reich: Hier hatten viele wichtige polnische Organisationen ihren Sitz, hier konzentrierte sich das kulturelle Leben der Polen im preußischen Teilungsgebiet. Zugleich war die Stadt aber auch ein Ort der Begegnung von Deutschen und Polen, die sich Posen als Heimat teilten. Im Dezember 1918 brach hier ein Aufstand gegen die deutsche Herrschaft aus.

Nach dem Ersten Weltkrieg schlug die Stadt eine Volte zurück in den polnischen Staat, wo man ihrer Bevölkerung bis heute nachsagt, preußische Tugenden zu vertreten. Diese Vielfalt an kulturellen Einflüssen manifestiert sich bis heute auch in der Posener Architektur. Die Veranstaltung zeigt an einigen Beispielen interessante oder auch verblüffende Merkmale einer »Stadt dazwischen«.

Programm

Posen nach 1918: Von der polnischen Hochburg Preußens zur preußischsten Stadt Polens
Vortrag von Dr. Peter Oliver Loew, Deutsches Polen-Institut Darmstadt

Zwischen Kontinuität und Konfrontation – Posen und seine Architektur in der Zwischenkriegszeit
Vortrag von Dr. Hanna Grzeszczuk-Brendel, Technische Universität Posen/Poznan

Moderation: Dr. Martina Weyrauch, Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa anlässlich des 100. Jahrestages der Unabhängigkeit Polens und im Rahmen des Jahresthemas 2018: Zwischen Trauer und Triumph. 1918 im östlichen Europa. Der Ausgang des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren veränderte die Landkarte des mittleren und östlichen Europa besonders nachhaltig. Manche Länder, Völker und Regionen betrauerten außerordentliche Verluste, andere triumphierten angesichts neu errungener Eigenständigkeit. Im Gedenkjahr 2018 wollen wir diesem Spannungsfeld Raum geben und nach den Folgen fragen.

In Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildungfür politische Bildung und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Brandenburg

Lage


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