23.10.2018 , 18:00
Urania »Wilhelm Foerster«
Gutenbergstraße 71, 14467 Potsdam, Deutschland

Die Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit

Ein demokratischer Nationalitätenstaat im Spannungsfeld zwischen Selbstbehauptung und äußeren Revisionsansprüchen. Ein Vortrag von PD Dr. Tobias Weger, München

Seit dem Jahr 2000 steht eine Statue Tomáš Garrigue Masaryks, Mitbegründer und erster Staatspräsident der Tschechoslowakei, auf dem Hradčanské náměstí über den Dächern der Hauptstadt und direkt vor der Prager Burg

Das Ende der Habsburger Monarchie ermöglichte 1918 die Gründung der Tschechoslowakischen Republik als Nationalstaat der Tschechen und Slowaken. Bedeutende Minderheiten (Deutsche, Ungarn, Polen, Ruthenen u.a.) machten ihn de facto zu einem Nationalitätenstaat, dessen ethnische Gruppen demokratische Minderheitenrechte genossen.

Der Vortrag zeichnet dies an ausgewählten Beispielen nach und fragt nach der internationalen Verankerung der Tschechoslowakei sowie nach ihrer Infragestellung, die 1938 in das »Münchner Abkommen« und den »Ersten Wiener Schiedsspruch« mündeten.

Eintritt

6,– Euro
5,– Euro ermäßigt

Die Vortragsreihe

Das Ende des Ersten Weltkriegs besiegelte den Zusammenbruch dreier Kaiserreiche in Europa. Mit einer Reihe von Friedensverträgen und der Gründung des Völkerbundes sollte eine neue stabile Ordnung in der durch Revolutionen und lokale Kriege erschütterten Nachkriegssituation geschaffen werden. Drei Vorträge, die das Deutsche Kulturforum östliches Europa in Kooperation mit der Urania Potsdam durchführt, werden die Folgen dieser Neuordnung für das Zusammenleben der Völker im östlichen Europa beleuchten.

Weitere Termine

Donnerstag, 27. September 2018, 18:00 Uhr
Neue Grenzen – neue Gräben
Polen nach dem Ersten Weltkrieg und sein brisantes Minderheitenproblem
Vortrag: Prof. Dr. Werner Benecke, Frankfurt (Oder)

Dienstag, 27. November 2018, 18:00 Uhr
Das Kriegsende 1918 und seine Folgen im südöstlichen Europa
Vortrag: Prof. Dr. Katrin Boeckh, München

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen des Jahresthemas 2018: Zwischen Trauer und Triumph. 1918 im östlichen Europa. Der Ausgang des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren veränderte die Landkarte des mittleren und östlichen Europa besonders nachhaltig. Manche Länder, Völker und Regionen betrauerten außerordentliche Verluste, andere triumphierten angesichts neu errungener Eigenständigkeit. Im Gedenkjahr 2018 wollen wir diesem Spannungsfeld Raum geben und nach den Folgen fragen.

In Zusammenarbeit mit der Urania »Wilhelm Förster« Potsdam und dem IKGS – Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München

http://www.kulturforum.info/de/startseite-de/1000014-veranstaltungen/jahresthema/7681

Lage


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