27.09.2018 , 18:00
Urania »Wilhelm Foerster«
Gutenbergstraße 71, 14467 Potsdam, Deutschland

Neue Grenzen – neue Gräben

Polen nach dem Ersten Weltkrieg und sein brisantes Minderheitenproblem. Ein Vortrag von Prof. Dr. Werner Benecke, Frankfurt (Oder)

Polnisches Plakat an die Bewohner Oberschlesiens, um 1921. Infolge der Pariser Friedensverträge wurden für einige Regionen Volksabstimmungen über die staatliche Zugehörigkeit vorgesehen. Der deutsch-polnische Grenzverlauf war besonders umstritten. In Oberschlesien führten beide Seiten den Abstimmungskampf sehr intensiv. Aufgrund des knappen Ergebnisses wurde es schließlich zwischen dem Deutschen Reich und Polen aufgeteilt.

In Ostmitteleuropa brachte die Grenzziehung nach dem Ersten Weltkrieg eine Reihe von multiethnischen Staaten hervor. Nationale Minderheiten machten z.B. im wiederentstandenen Polen mehr als 30 Prozent der Bevölkerung aus, was innen- wie außenpolitisch zu erheblichen Problemen führte.

Der Vortrag wird die Zeitspanne zwischen 1917 und 1921 in den Fokus nehmen und die zeitgenössischen Konflikte ebenso wie unterschiedliche – gewaltsame und friedliche – Lösungsansätze thematisieren.

Eintritt

6,– Euro
5,– Euro ermäßigt

Die Vortragsreihe

Das Ende des Ersten Weltkriegs besiegelte den Zusammenbruch dreier Kaiserreiche in Europa. Mit einer Reihe von Friedensverträgen und der Gründung des Völkerbundes sollte eine neue stabile Ordnung in der durch Revolutionen und lokale Kriege erschütterten Nachkriegssituation geschaffen werden. Drei Vorträge, die das Deutsche Kulturforum östliches Europa in Kooperation mit der Urania Potsdam durchführt, werden die Folgen dieser Neuordnung für das Zusammenleben der Völker im östlichen Europa beleuchten.

Weitere Termine

Dienstag, 23. Oktober 2018, 18:00 Uhr
Die Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit
Ein demokratischer Nationalitätenstaat im Spannungsfeld zwischen Selbstbehauptung und äußeren Revisionsansprüchen
Vortrag: PD Dr. Tobias Weger, München

Dienstag, 27. November 2018, 18:00 Uhr
Das Kriegsende 1918 und seine Folgen im südöstlichen Europa
Vortrag: Prof. Dr. Katrin Boeckh, München

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen des Jahresthemas 2018: Zwischen Trauer und Triumph. 1918 im östlichen Europa. In Zusammenarbeit mit der Urania »Wilhelm Förster« Potsdam

Lage


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