08.04.2016 , 16:00
Schlesisches Museum zu Görlitz – Schönhof
Brüderstraße 8, 02826 Görlitz, Deutschland

Der schwarze Garten | Czarny ogród

Zweisprachige Lesung mit der Autorin Małgorzata Szejnert und dem Übersetzer Benjamin Voelkel

Małgorzata Szejnert

In ihrem Buch erzählt Małgorzata Szejnert, die Granddame der polnischen Reportage, die Geschichte der oberschlesischen Bergarbeitersiedlungen Gieschewald/Giszowiec und Nickischschacht/Nikiszowiec. Sie wurden ab 1907 durch die Firma »Giesches Erben« nach den Plänen der Architekten Georg und Emil Zillmann aus Berlin als moderne Garten-Städte errichtet. Von den Konflikten zwischen Deutschen und Polen, die sich nach dem Ersten Weltkrieg in Oberschlesien so radikal zuspitzten wie kaum anderswo, blieben sie nicht verschont. Davon erzählen die Geschichten der Menschen, der oberschlesischen Arbeiterfamilien.

Der Autorin gelingt es, anhand von genau beschriebenen Details und zahlreichen Anekdoten große Zusammenhänge anschaulich und begreifbar zu machen. Dafür durchforstete sie historische Arbeiten, Archive, Zeitungen, Briefe, Erinnerungen und private Fotoalben. Sie sprach auch mit den Nachkommen der ersten Bewohner, die oft noch in den Siedlungen leben. So entstand ein eindrucksvolles, vielschichtiges Bild der Zeit von 1907 bis heute.

 

Für die Ende 2007 erschienene Originalausgabe erhielt die Autorin den Cogito-Preis, die höchstdotierte polnische Literaturauszeichnung.

Benjamin Voelkel

Die deutsche Ausgabe Der Schwarze Garten erschien 2015 im Verlag des Deutschen Kulturforums östliches Europa; Benjamin Voelkel, der Übersetzer des Buches ins Deutsche, wird ebenfalls anwesend sein.

Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Annemarie Franke, der Kulturreferentin für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz.

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa und der Görlitzer Kulturservicegesellschaft im Rahmen der Literaturtage an der Neiße 2016

Lage


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