28.04.2015 , 18:00
WIS – Wissenschaftsetage im Bildungsforum
4. Obergeschoss, Am Kanal 47, 14467 Potsdam, Deutschland

Deportationen von Deutschen aus Rumänien in die Sowjetunion im Januar 1945 – Zur Rekonstruktion des Geschehens im Spiegel von Erinnerungen

Vorlesung von Dr. Renate Weber, Münster, im Rahmen der Ringvorlesung »1945 – Das östliche Europa nach der ›Stunde Null‹«

Nachdem Rumänien im August 1944 das Waffenbündnis mit Hitlerdeutschland aufkündigte und sich den Alliierten anschloss, nahm der Einfluss der Sowjetunion im Land laufend zu. Die deutschen Minderheiten galten als »Hitleristen« und als kollektiv schuldig, wurden aber nicht vertrieben. Moskau forderte allerdings Arbeitskräfte zum Wiederaufbau der sowjetischen Industrie, und das sollten die verbliebenen arbeitsfähigen Deutschen des Landes sein. Rund 75.000 wurden im Januar 1945 zur Zwangsarbeit deportiert, viele kehrten erst nach fünf Jahren, nicht wenige gar nicht zurück.Anhand von Erinnerungsquellen wird Renate Weber ein Bild dieses historischen Phänomens zeichnen.

Dr. Renate Weber studierte Theologie und Soziologie. An der Universität Münster/Westf. beteiligte sie sich an zahlreichen Forschungsprojekten, u. a. über die Deportation von Siebenbürger Sachsen in die Sowjetunion.

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums im Rahmen der Ringvorlesung 1945 – Das östliche Europa nach der »Stunde Null«. In Kooperation mit dem Institut für Slavistik sowie dem Historischen Institut der Universität Potsdam und proWissen Potsdam e.V. Mit Unterstützung des Klinikums Ernst von Bergmann Potsdams.
Die Ringvorlesung ist Teil unseres gleichnamigen Jahresthemas 1945. Das östliche Europa nach der »Stunde Null«

Lage


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