28.09.2007 , 10:00

Henry van de Velde – Kunst ohne Grenzen

Internationale Konferenz | Vorträge und Präsentation des Buches »Henry van de Velde in Polen/w Polsce. Die Innenarchtiektur im Sanatorium Trebschen/Trzebiechów«

Antje Neumann, Brigitte Reuter (Hg.): Henry van de Velde in Polen. Die Innenarchitektur im Sanatorium Trebschen/Trzebiechów. Deutsch-polnischer Bildband mit Fotografien von Roland Dressler
Rückseite des Patientengebäudes mit der ursprünglichen, wiederhergestellten Fensterrahmenfarbe.
Billardzimmer

Eine Veranstaltung des Deutsches Kulturforum östliches Europa, des Landkreises Zielona Góra und des Vereines für Restaurierung und Sanierung des Werkes Henry van de Veldes in Polen

10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Im rund einhundert Kilometer südöstlich von Frankfurt an der Oder gelegenen Ort Trebschen/Trzebiechów wurde 2002 eine vergessene künstlerische Hinterlassenschaft des belgischen Jugendstil-Designers Henry van de Velde wiederentdeckt: die Innenausstattung des 1903 bis 1905 errichteten ehemaligen Sanatoriums Trebschen. Das Haus dient heute als Pflegeheim. Seit drei Jahren wird die Innenausstattung kontinuierlich restauriert – und offenbart weitaus mehr künstlerische Details als ursprünglich angenommen. So sind 2005 unter vielen Farbschichten verborgen gebliebene Schablonenmalereien in gutem Zustand wieder zum Vorschein gekommen, die nicht nur als die umfangreichsten und am besten erhaltenen von van de Veldes Objekten in Europa gelten, sondern im Œuvre des berühmten belgischen Architekten bislang auch einmalig sind.

Auf der internationalen Tagung, die am 28.09.2007 unter dem Motto »Henry van de Velde – Kunst ohne Grenzen« in Trzebiechów stattfindet, stellen Kunsthistoriker und Denkmalpfleger den Künstler und sein wiederentdecktes Werk in seiner europäischen Dimension vor. Erstmals in Polen wird auch der kürzlich im Verlag des Deutschen Kulturforums östliches Europa erschienene zweisprachige Fotoband Henry van de Velde in Polen/w Polsce. Die Innenarchitektur im Sanatorium Trebschen/Trzebiechów präsentiert. Das mit Briefen, historischen Aufnahmen und erstmals abgedruckten Dokumenten angereicherte Buch stellt als erste Veröffentlichung überhaupt das einzige Werk van de Veldes im heutigen Polen vor. Die bisherigen Buchpräsentationen in verschiedenen Städten Deutschlands spiegeln das ungebrochene Interesse an den Arbeiten von Henry van de Velde wider, dessen Todestag sich am 25. Oktober dieses Jahres zum 50. Male jährt.

Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters des Königreiches Belgien in Warschau, S.E. Jan Luykx, sowie dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Warschau, S.E. Dr. Michael Gerdts. Die Konferenz richtet sich nicht nur an Kunstexperten, sondern an alle interessierte Kunstfreunde.

Programm

10.00 Uhr Ankunft der Gäste
11.00 Uhr Eröffnung der Konferenz durch Edwin Łazicki, Landrat
11.05 Uhr Rede Seiner Exzellenz, des Botschafters des Königreichs Belgien in Polen, Jan Luykx
11.15 Uhr Rede Seiner Exzellenz, des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Polen, Michael H. Gerdts
11.25 Uhr Begrüßung der Gäste – Stanisław Drobek, Bürgermeister der Gemeinde Trzebiechów
ab 11.30 Uhr Vorträge
  Henry van de Velde – Meister des europäischen Jugendstils
Leonie Beiersdorf, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung für Jugendstil im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg
  Henry van de Velde in Polen/w Polsce. Die Innenarchitektur im Sanatorium Trebschen/Trzebiechów
Thomas Schulz, Deutsches Kulturforums östliches Europa – Buchpräsentation
  Geschichte der Wiederentdeckung in Trzebiechów
Erwin Bockhorn von der Bank, Mitglied der Europäischen Vereinigung der Freunde Henry van de Veldes in Gera (BRD)
12.30 Uhr Imbisspause
ab 13.15 Uhr weitere Vorträge
  Henry van de Veldes Malereidekoration im Sanatorium Trebschen/Trzebiechów – Geschichte, Erforschung, Konservierung
Dr. hab. Dariusz Markowski, Prof. der Mikołaj Kopernik-Universität in Toruń, Konservator für Malerei und Skulpturpolychromie/Lehrstuhl für Malerei und Skulpturpolychromie
  Ehemaliges Sanatorium in Trzebiechów
Barbara Bielinis-Kopeć, Lubuser Landeskonservator, Woiwodschaftsamt für Denkmalschutz in Zielona Góra
  Sanatorium in Trebschen/Trzebiechów. Vergleich und Analyse der Innenausstattung von Henry van de Velde
Dr. Brigitte Reuter, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg
14.15 Uhr Kammerkonzertmusik der Philharmonie Zielona Góra auf der Terrasse des ehem. Sanatoriums
15.15 Uhr Gebäudebesichtigung in Gruppen.

Konferenzsprachen

  • Polnisch
  • Englisch
  • Deutsch

    Die Konferenz wird simultan übersetzt.

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    Tags: DKF-Veranstaltung

    2007-09-28 10:00:00
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