Zweiter Weltkrieg

  • 11.09.2019

    Wie viele Odysseen verträgt ein Mensch? – Slobodan Šnajders großer Familienroman »Die Reparatur der Welt«

    Von Ilma Rakusa […] Doch von vorn. Ein Urahne der Ich-Figur, der Deutsche Georg Kempf, folgt dem Aufruf Kaiserin Maria Theresias, sich im fernen Slawonien anzusiedeln. Es locken ein Haus und fruchtbares Land, unweit von Vinkovci. Das Schicksal meint es gut mit diesem Kolonisten und seinen Nachfahren, sie bringen es zu Wohlstan ...
  • 07.09.2019

    Windfahne in der Weltgeschichte

    Von Enver Robelli […] Wer war dieser Ivo Andrić? Der deutsche Journalist Michael Martens hat sieben Jahre lang recherchiert, daraus ist eine glänzend geschriebene Biografie über Andric entstanden. Für manchen Leser mag das Werk zu umfangreich ausgefallen sein. Doch es gibt einiges zu erzählen über diesen Autor, der im 20 ...
  • 31.08.2019

    Die Menschen, die bleiben

    Von Sarah Kugler […] Sie erzählt darin von zwei Freundschaftspaaren zweier unterschiedlicher Generationen. Da sind zum einen Almut und Rosa, die ins Böhmen der 1940er Jahre geboren werden. Rosas Mutter Ida nimmt sich nach dem Tod von Almuts Eltern beider Mädchen an und muss mit ihnen nach dem Krieg die Tschechoslowakei verl ...
  • 30.08.2019

    Der Kelch des Friedens

    Von Olaf Nöller Ostpreußen im Januar 1945: […] Am 13. Januar startet die sowjetische Großoffensive nach Berlin. Am 21. Januar erreichen russische Panzer auch Mensguth, ein kleines Städtchen in Masuren, das von einer uralten evangelischen Kirche überragt wird. Nun geht es für die verblieben Bewohner endgültig auf die Flu ...
  • 07.08.2019

    Jüdische Schicksale im östlichen Europa

    Das Deutsche Kulturforum östliches Europa präsentiert in Kooperation mit dem 25. Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg vier Filme über jüdische Schicksale im östlichen Europa. Das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg versteht sich seit mehr als zwei Jahrzehnten als Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deu ...
  • 30.07.2019

    Werner Heiduczek: Der sanfte Rebell

    Von Matthias Zwarg […] Tod am Meer von Werner Heiduczek wurde in den Buchhandlungen als Geheimtipp verkauft, kurze Zeit später sein Vertrieb nach Intervention des sowjetischen Botschafters in der DDR, Pjotr Abrassimov, verboten. Im bulgarischen Burgas legt Filmszenarist Jablonski nach einem Schlaganfall seinem Bettna ...
  • 13.06.2019

    Tschechen und Sudetendeutsche nähern sich an

    Lidové noviny, 13.06.2019, von Robert Schuster Historisches Trauma könnte überwunden werden Nach vielen Jahrzehnten haben Tschechen und einstige deutsche Mitbürger sich angenähert, lobt Lidové noviny: »Die Bemühungen derer, die einst auf beiden Seiten als ›professione ...
  • 08.06.2019

    Mützenmonologe

    von Christoph Schröder […] Der Ort, an dem die Figuren unmittelbar nach Kriegsende zusammenfinden, ist das zehn Kilometer südlich von Bartoszyce gelegene Schloss Galiny, das nun unter kommunistischer Verwaltung steht: Irmgard, eine junge Deutsche, hat ihre Familie verloren und darf keinesfalls Deutsch sprechen, wenn sie übe ...
  • 03.06.2019

    Brünner Versöhnungsmarsch

    Von Martina Schneibergová   […] Diesmal ist auch eine größere Delegation aus der Partnerstadt Stuttgart nach Brünn gekommen. Der Oberbürgermeister der baden-württembergischen Landeshauptstadt Fritz Kuhn sagte gegenüber Radio Prag: »Ich war sehr tief beeindruckt vom Engagement und ...
  • 01.06.2019

    Erneuter Marsch zum Gedenken an Vertreibung der Brünner Deutschen

    Von Lothar Martin Unzählige Menschen haben sich am Samstag ab 9.30 Uhr auf einen 32 Kilometer langen Gedenkmarsch begeben, um erneut an die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung von Brno / Brünn nach dem Zweiten Weltkrieg zu erinnern. Die sogenannte Wanderung der Versöhnung begann in Pohořelice / Pöhrlitz und endet ...
  • 18.05.2019

    Zwischen Königsberg und Kaliningrad

    Von Margot Litten […] Am 9. April 1945 ist alles vorbei: 700 Jahre deutscher Geschichte gehen zu Ende. Aus Königsberg wird Kaliningrad, eine russische Stadt mit fremdem Erbe. Fast 50 Jahre liegt bleierne Finsternis über Ostpreußen. Doch das versunkene Königsberg führt ein Eigenleben und drängt allmählich nach oben. Die ...
  • 15.05.2019

    Peggy Mädler: Wohin wir gehen

    »Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie tei ...
  • 13.05.2019

    »Wir waren auch nicht willkommen«

    Von Linda Gerner […] Trotz des Vorrückens der Roten Armee war es von den Nazis verboten, aus Ostpreußen zu fliehen. Als die Familie es dann im Winter 1944 darf, muss es schnell gehen. Der Pferdewagen wird erst mit dem Nötigsten bepackt, als die sowjetischen Truppen schon zu hören sind. Berichte über Massenvergewaltigungen ...
  • 08.05.2019

    Der Fontane-Literaturpreis 2019 geht an Peggy Mädler

    […] In der Begründung der Jury heißt es: »Wohin wir gehen ist ein schmales Buch – und doch steckt in ihm ein ganzes Jahrhundert. […] Drei Generationen, drei Freundinnenpaare. Geprägt sind ihre Lebensgeschichten von Brüchen und Veränderungen, ausgelöst durch Krieg, Vertreibung und wechselnde politische Systeme bei den einen, dur ...
  • 07.05.2019

    Mariana Hausleitner: »Viel Mischmasch mitgenommen«

    »Nach der sowjetischen Besetzung der Nordbukowina wurden Angehörige der deutschen Minderheit 1940 ins Deutsche Reich umgesiedelt. Mit ihnen gelangten aber, was bisher in der Forschung unterbelichtet geblieben ist, auch etwa 8.000 Rumänen, 4.000 Ukrainer und andere Personengruppen in Auffanglager der ›Volksdeutschen Mittelstelle‹. Über deren ...
  • 03.05.2019

    »Viel Mischmasch mitgenommen«

    Von Angelika Marks […] Insofern unterscheidet Hausleitner auch die Bereitschaft zur Umsiedlung in der Nordbukowina, die aufgrund äußerer Umstände im Wesentlichen freiwillig erfolgte, zu der in der Südbukowina, da die Bevölkerung hier, teils durch falsche Versprechungen, teils durch Drohungen zur Ausreise bewegt wurde. Den ...
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  • 21.04.2019

    Korso und Marschbefehl in Slobodan Snajders »Die Reparatur der Welt«

    Von Oliver vom Hove […] Von der Siedlungsgeschichte seiner Vorfahren springt der Erzähler flugs in den Zweiten Weltkrieg. Denn darum geht es ihm: die mutmaßliche Geschichte des eigenen Vaters aufzurollen, unterstützt durch erinnerte Gespräche und lebensgeschichtliche Zeugnisse aus der Familie. Georg Kempf war Angehöriger ...
  • 11.04.2019

    1.500 Kriegstote bei Stettin beigesetzt

    Auf der Kriegsgräberstätte im polnischen Stare Czarnowo bei Stettin sind rund 1.500 Kriegstote eingebettet worden. Bei den Toten handelt es sich um exhumierte Soldaten und zivile Kriegsopfer. Die deutschen Soldaten und Zivilisten stammen von der Halbinsel Hel, aus dem früheren Hinterpommern und dem Wartheland. ...
  • 22.03.2019

    Kateřina Tučková: Gerta

    »Das Mädchen Gerta wächst in der zweisprachigen Familie Schnirch im mährischen Brünn auf. Die Mutter ist Tschechin, der Vater ist Deutscher und wie der Bruder ein Anhänger Hitlers. Mit der Errichtung des deutschen Protektorats 1938 zerfällt die Familie wie die Gesellschaft in einen tschechischen und einen deutschen Teil. Die Mutter stirbt und ...
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