Österreich-Ungarn

  • 06.06.2019

    Verflochtene Geschichte

      Österreich und Tschechien können auf eine lange gemeinsame Geschichte zurückblicken, die durch viele Brüche geprägt ist. Ein Buch versucht nun, das Gemeinsame wie das Trennende zu vereinen. 27 österreichische und tschechische Historiker und Historikerinnen arbeiteten vier Jahre lang an dieser Publikation – mit dem Anspruch, nicht ...
  • 27.05.2019

    80. Todestag Joseph Roths: Aus dem Leben eines Totenbeschauers

    Von Ronald Pohl Brody Die Herkunft des Dichters und Journalisten Joseph Roth ist randständig. Zur Zeit seiner Geburt 1894 zählte die galizische Stadt Brody 17.000 Einwohner, von denen rund 13.000 Menschen jüdischen Glaubens waren. Roth trat zeitlebens für die Belange des Ostjudentums ein. Er schrieb über Galizien ...
  • 09.04.2019

    Im Bauch einer Kopfgeburt

    Von Gregor Dotzauer   […] Claudio Magris hat die Hafenstadt an der Adria, in der er 1939 geboren wurde, zu unterschiedlichen Zeiten seines Lebens auf beide Weisen erlebt: als schlecht durchlüftete »Abstellkammer der Zeit« – und als intellektuellen Geräteschuppen eines Europa, dessen Werkzeuge nur darauf warten, ...
  • 15.03.2019

    Donauschwaben – Lehrbeispiel aus der Geschichte Europas

    Von Balthasar Waitz […] Die Vergangenheit wird es immer geben, man sollte sie nicht vergessen, verdrängen oder gar verfälschen, wie das manche leichtsinnig, andere gar gezielt machen. In diesem Sinne ist das vom Deutschen Kulturforum östliches Europa herausgebrachte Sachbuch Donauschwaben. Deutsche Siedler in Südosteur ...
  • 28.02.2019

    Schatzfund unterm Dach

    Von Christof Habres […] Pirchan wurde 1884 in Brünn geboren und absolvierte unter anderem die Staatsgewerbeschule in Brünn und ein Architekturstudium in der Meisterklasse von Otto Wagner an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Zeit seines Lebens war er ein künstlerischer »Hans Dampf in allen Gassen«: Sein oft stilb ...
  • 17.02.2019

    Der Volksversteher

    Von Patrick Wildermann […] Nicht von ungefähr sind Horváths Stücke an den Peripherien der Metropolen angesiedelt, auf den Oktoberfesten, Praterwiesen und in den Randbezirken, wo Stadt- und Landbevölkerung sich entfremdet begegnen. Dabei war Horváth ja selbst ein Diplomaten- und Kaufmannssohn. Früh globalisiert zwischen ...
  • 01.02.2019

    »Hermannstadt ist bestes, altes, gutes Deutschland«

    Von Teresa Pfützner […] »Hermannstadt ist entzückend, bestes, altes, gutes Deutschland. Winklige Gassen, eine wundervolle Bevölkerung, sehr gutes Essen, nicht zu vergessen« Kurt Tucholsky war 1918 als Feldpolizist in Rumänien eingesetzt. In einem Brief an seine spätere Ehefra ...
  • 04.01.2019

    Iris Wolf: So tun, als ob es regnet

    »Der Erste Weltkrieg bringt einen österreichischen Soldaten in ein Karpatendorf. Eine junge Frau besucht nachts die ›Geheime Gesellschaft der Schlaflosen‹. Ein Motorradfahrer ist überzeugt, dass er sterben und die Mondlandung der Amerikaner versäumen wird. Eine Frau beobachtet die Ausfahrt eines Fischerbootes, das nie mehr zurückkehren wird ...
  • 14.12.2018

    Es geschehen Zeichen und Wunder

    Von Roswitha Schieb […] Eine Karikatur aus der Illustrierten Kronenzeitung vom Oktober 1918 zeigt den Auszug der Nationalitäten aus dem österreichisch-ungarischen Reichsrat in Wien im Herbst 1918. Da schiebt ein Tscheche eine mit Staatsrechts-Büchern beladene Schubkarre in Richtung Prag, ein verwegener Pol ...
  • 15.10.2018

    Gerhard Seewann und Michael Portmann: Donauschwaben

    Von deutschen Donauhäfen aus fuhren im 18. Jahrhundert regelmäßig Schiffe flussabwärts. Menschen, die sich im südöstlichen Mitteleuropa eine bessere Zukunft versprachen, ließen sich einschiffen. Die meisten stammten aus den südwestlichen Ländern des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Ihr Ziel war das Königreich Ungarn, wo nach de ...
  • 24.08.2018

    Miljenko Jergović: Die unerhörte Geschichte meiner Familie

    »›Weil in jeder Familiengeschichte alles Wichtige der Weltgeschichte steckt‹, hat Miljenko Jergović sich auf die Spuren seiner Familie begeben. Als seine Mutter, zu der er kein einfaches Verhältnis hat, im Sterben liegt, reist er nach Sarajevo und bringt sie zum Erzählen über die Vorfahren. Dort, wo jede Straße ihn in die Vergangenheit sei ...
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  • 15.08.2018

    Piotr Szczepan Kisiel: Politics of Space in Prussian and Austrian-Hungarian Cities

    »This book tells a story of urban modernization on the peripheries of the two nineteenth century empires, examines how people at the time imagined a ‘European city’ and how they strived to fulfill this ideal. At the same time this monograph demonstrates how nationalism became part of this development and why it was resisted. It also explains ho ...
  • 29.07.2018

    »Herr Musil wird niemals ein ordentlicher Ingenieur«

    Von Karl Corino Er wollte eigentlich Offizier werden, entdeckte aber an der Wiener Militärakademie im Fach Ballistik seine technischen Fähigkeiten, zog nach einem Vierteljahr des Kaisers Rock aus und wechselte im Januar 1898 an die Deutsche Technische Hochschule in Brünn, an der sein Vater Professor für Maschinenbau war. »A ...
  • 10.07.2018

    Hannes Leidinger: Der Untergang der …

    »November 1918: Die Habsburgermonarchie liegt in Trümmern. Die Armee löst sich auf, und Kaiser Karl verlässt Schloss Schönbrunn durch die Hintertür. War dieses Ende wirklich unausweichlich, gar verspätet? Denn mit dem Tod von Kaiser Franz Joseph war der Monarchie 1916 nicht nur die Symbolfigur abhanden gekommen. Oder war es genau umge ...
  • 16.03.2018

    Van der Bellen zieht positive Bilanz über Ukraine-Besuch

    Von APA […] »Es war ein sehr schöner Besuch«, sagte Van der Bellen in der Hauptstadt des ehemaligen österreichischen Kronlandes Galizien. »Man fühlt sich einerseits wie zuhause, andererseits 50 Jahre zurückversetzt«, sagte Van der Bellen nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt. »Ich mag es, wenn man durch ...
  • 03.01.2018

    Schwieriges Gedenken

    Von Barbara Coudenhove-Kalergi […] Befreit fühlten sich vor allem die Bewohner der Nachfolgestaaten, die sich nun endlich vom »Völkerkerker« der Habsburgermonarchie erlöst sahen und ihre langersehnte Unabhängigkeit verwirklichen konnten. Enttäuscht waren vor allem die Deutschsprachigen in jenen Ländern. Deutschböhmen, Galizianer u ...
  • 05.11.2017

    Von den Fängen eines fernen Kriegs

    Von Floo Weißmann […] Es gibt ein anderes Gesicht der Ukraine als die Ruinen des Flughafens von Donezk. In der alten Kulturmetropole Lemberg kann man es erkunden. Armenier, Ruthenen, Juden, Polen, Österreicher und Russen haben im Laufe der Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen. Ältere verklären die Herrschaft der Habsburge ...
  • 16.08.2017

    Hasen züchten wie ein Deutscher

    Von Norbert Mappes-Niediek […] Miljenko Jergović ist ein Meister des Erzählfachs. Wer über die eigene Familie wenig weiß, kann sich bei ihm eine zulegen. Nach mehr als 1100 Seiten wächst der Wunsch, dem Autor zu schreiben, sich mit ihm auszutauschen, ihm vielleicht einen Rat zu geben. So unmittelbar, so dicht am Geschehen ...
  • 24.06.2017

    Ein fetter Hase namens Göring

    Von Katharina Döbler […] Deshalb ist es zugleich mehr und weniger geworden als eine Chronik: um die zentrale Figur, den Urgroßvater Karlo Stubler, seines Zeichens K.u.k.-Eisenbahnbeamter, gruppieren sich die Figuren und Geschichten seiner Nachkommen, Freunde, Nachbarn und Kollegen in immer wieder wechselnden Mustern. […] S ...
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