Minderheiten

  • 29.09.2017

    »›Jerusalem‹ darf nicht zu früh zugunsten des ›Heimwehs nach Jerusalem‹ preisgegeben werden.«

    Sehr geehrte Jury-Mitglieder,Meine Damen und Herren, es ist für mich eine besondere Ehre, anlässlich der Verleihung des Dehio-Kulturpreises an Prof. Paul Philippi die Laudatio halten zu dürfen. Ich gestehe, ich habe mich außerordentlich gefreut, dass die Jury sich im Jahr 2017 für diesen Preisträger entschieden hat. Es ist ein Rum ...
  • 12.09.2017

    Chris Kraus: Das kalte Blut

    »Zwei Brüder aus Riga machen Karriere: erst in Nazideutschland, dann als Spione der jungen Bundesrepublik. Die Jüdin Ev ist mal des einen, mal des anderen Geliebte. In der leidenschaftlichen Ménage à trois tun sich moralische Abgründe auf, die zu abenteuerlichen politischen Ver­wicklungen führen. Die Geschichte der Solms ist auch die Geschic ...
  • 31.08.2017

    Paul Philippi: Siebenbürgen

    »Angezogen von idyllischen Dörfern, ländlichem, einfachem Leben, wilder Schönheit und reichem Kulturerbe kommen viele Reisende in diese Region. An jeder Ecke bieten sich dem aufmerksamen Auge Einzelheiten aus unterschiedlichen Kulturen. Und natürlich wird sich einem Besucher aus dem Ausland die Frage aufdrängen, wie denn nun die Geschichte die ...
  • 25.04.2017

    Deutsch-Rumänische Regierungskommission tagte: »Minderheitenzusammenarbeit beispielgebend für Europa«

    Von Nina May […] Wichtig aus Sicht des Verbandes der Siebenbürger Sachsen waren vor allem drei Gesprächspunkte: die Entschädigungsleistungen für ehemalige Deportierte in die Sowjetunion, die schleppend vorangehende Restitution der Immobilien in Rumänien und die fehlende unmittelbare Reaktion der aktuellen rumänischen Re ...
  • 24.04.2017

    Bernd Bonwetsch: Mit und ohne Russland

    »Sie hießen Bonwetsch, Bötticher, Ehrt und Straat, waren in verschiedene Regionen des Russischen Reiches ausgewandert und trafen sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Saratow, dem Zentrum deutschen Lebens an der Unteren Wolga. Dort bildeten sie bald eine ›Großfamilie‹. Sie waren keine russischen Untertanen wie die ›Wolgadeuts ...
  • 13.04.2017

    Judith Klein: Die Funktion und Geschichte der deutschsprachigen Minderheiten­medien in Ungarn im Sozialismus

    »Wenn man die heutige Struktur und Funktionsweise der deutsch­sprachigen Minderheitenmedien in Ungarn verstehen möchte, muss man auf die Zeit des Sozialismus zurückgreifen. Die Minderheitenmedien dienten den Interessen der Partei und hatten das Ziel die deutschsprachige Minderheit restlos in die sozialistische Gesellschaft zu integrieren. Nur an ...
  • 21.02.2017

    Ist deutsch noch Muttersprache?

    Interview: Marie Baumgarten […] Wochenblatt: Natürlich ist deutsch Muttersprache für diejenigen, die vor dem Krieg geboren und eingeschult worden sind. Aber wie steht es um die Nachfolgegenerationen? Waldemar Gielzok: Der Kommunismus hat in vielen Familien deutsch als Mutters ...
  • 11.01.2017

    Wiśniewskis Versprechen

    Interview: Krzysztof Świerc […] Wochenblatt: Die Vergrößerung Oppelns bringt auch Veränderungen bei den zweisprachigen Ortsschildern mit sich. Dort, wo die Deutsche Minderheit sie bis zum 1. Januar 2017 hatte, sollen sie nun verschwinden. Sie, Herr Präsident, haben jedoch vorgeschlagen, an den entspre ...
  • 01.12.2016

    Vom »Verschwinden« der deutschsprachigen Minderheiten

    »Flucht, Vertreibung und Deportation der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg sind mittlerweile ein vielbeachtetes Thema. Die Ereignisse nach 1944/45, ihre Ursachen und ihre Folgen werden heute zunehmend in einer europäischen Perspektive betrachtet. Das Land Jugoslawien, das nach dem Zusammenbruch der Habsburger Monarchie entstand und in dessen Gr ...
  • 22.07.2015

    Verlassen und vergessen: Untersteirer, Gottscheer

    Die Presse, 04.05.2015 […] Das Argument der geringen Zahl hat der slowenische Schriftsteller Vinko Ošlak mit Schärfe zurückgewiesen: »Es ist ein Zynismus der ärgsten Sorte, jemanden zuerst physisch auszurotten und ihm dann entgegenzuhalten, man könne ihn nicht anerkennen, weil es ihn beinahe nicht mehr gibt.« Veronika ...
  • 19.12.2014

    Gábor Gonda und Norbert Spannenberger (Hrsg.): Minderheitenpolitik im »unsichtbaren Entscheidungszentrum«

    »Die Zeitgeschichtsforschung widmet sich verstärkt solchen Personen, die als ›Akteure der zweiten Reihe‹ in Partei- und Beamtenapparat neben der bloßen Befehlsausführung auch im beträchtlichen Maße Eigeninitiative entwickelten und dadurch politische Aktivitäten maßgeblich (mit-)gestalteten. Des Weiteren ko ...
  • 28.11.2014

    Mathias Beer (Hrsg.): Migration und Mythen

    »Die Macht und Wirkung von Mythen, die mit und als Folge von Migrationen entstanden sind, sowie deren herausragende gesellschaftliche Bedeutung stehen im Mittelpunkt des Bands. In einem chronologischen Längsschnitt vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart werden mit globalen Bezügen, im europäischen Kontext, fokussiert auf die deutsche Geschicht ...
  • 25.07.2014

    Oberschlesier sammeln Unterschriften für Gesetzesänderung

    Wochenblatt – Nachrichten der Deutschen in Polen, 25.07.2014 […] Im Dezember vergangenen Jahres hat das Oberste Gericht in Warschau entschieden, dass es keine Oberschlesische Nationalität gebe. Daraufhin beschlossen führende Mitglieder einiger regionaler Organisationen, über ein Bürgerbegehren eine Änderung des Gesetzes üb ...
  • 20.03.2013

    Tobias Weger, Konrad Gündisch: Kaschau/Košice

    Das Zentrum der Ostslowakei hat viele Namen: Košice, Kassa, Kaschau, Cassovia… In dieser Namensvielfalt bildet sich eine wechselhafte Entwicklung ab, die sich im Stadtbild noch heute ablesen lässt. Kaschau gehörte zum mittelalterlichen Ungarn, danach seit der Frühen Neuzeit zum Einflussbereich der Habsburger. Ungarn, Slowaken, Deutsche ...
  • 08.01.2013

    Marek Kornat: Polen zwischen Hitler und Stalin

    Übersetzt von Bernard Wiaderny »Die polnische Außenpolitik war seit 1918 von dem Ziel geprägt, die Existenz des Landes dauerhaft zu sichern. Insbesondere die »Gleichgewichtspolitik« der 1930er Jahre ist bis heute umstritten. Stand die Distanzierung zur Sowjetunion der Bildung einer Anti-Hitler-Koalition im Wege? Hätte di ...
  • 07.01.2013

    Gestalter des nationalen Schicksals

    Von Kerstin S. Jobst […] Allerdings beschreibt er die Geschichte der polnischen Außenpolitik zwischen 1918 und 1939 als Abfolge alternativloser Entscheidungen und hält sich mit der innenpolitischen Dimension dieses multinationalen Staates nicht lange auf: Dass Polen einen Anteil von mehr als dreißig Prozent an ...
  • 11.10.2012

    Spurensuche. Multinationale Heimatkunde in Odessa (1)

    Das Projekt wurde vom Deutschen Kulturforum östliches Europa in Potsdam initiiert und in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Haus Odessa und dem Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg, sowie mit der Unterstützung durch die Deutsche Botschaft in der Ukraine realisiert. ...
  • 22.06.2012

    Ein Heilmittel gegen Gedächtnisschwäche

    RusDeutsch – Informationsportal der Russlanddeutschen • 13.06.2012 Das Schicksal der Leningrader Deutschen im Zweiten Weltkrieg galt unter russischen Historikern lange als Tabu. Zum 70-jährigen Jubiläum widmet sich jetzt die Historikerin, Dr. Irina Tscherkasjanova, dem Thema der Repression und Massendeportation mit vielen D ...
  • 27.03.2012

    Rascher Schwund in Schlesien

    Frankfurter Allgemeine Zeitung • 26.03.2012 Warschau. Auf den ersten Blick lesen sich die Zahlen, als sei etwas Dramatisches geschehen: Folgt man den Ergebnissen der Volkszählung von 2011, die das polnische Statistische Hauptamt am Donnerstag veröffentlicht hat, ist die deutsche Minderheit in Polen in den vergangenen z ...
  • 20.01.2012

    Kalte Heimat

    Ein Film von Volker Koepp • Kamera: Thomas Plenert »Das nördliches Ostpreußen wurde nach 1945 zur sowjetischen Exklave. Über Jahrzehnte durfte kein Ausländer das Kaliningrader Gebiet zwischen Litauen und Polen betreten. Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion konnte Regisseur Volker Koepp zum ersten Mal in den von Fluc ...
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