Nachkriegsdeutschland

  • 13.05.2019

    »Wir waren auch nicht willkommen«

    Von Linda Gerner […] Trotz des Vorrückens der Roten Armee war es von den Nazis verboten, aus Ostpreußen zu fliehen. Als die Familie es dann im Winter 1944 darf, muss es schnell gehen. Der Pferdewagen wird erst mit dem Nötigsten bepackt, als die sowjetischen Truppen schon zu hören sind. Berichte über Massenvergewaltigungen ...
  • 11.04.2018

    Sachsen als Zufluchtsort

    Von Ofer Waldman […] Freiberg, eine florierende Stadt. Einst durch Silberbergbau bekannt, beheimatet die Stadt heutzutage erfolgreiche High-Tech-Unternehmen. Die Altstadt ist gepflegt, ihre Mauer und Wachttürme stehen in restaurierter Pracht. Etwa 2.500 Asylbewerber leben hier. Den Vergleich zwischen den beiden Fluchtwellen l ...
  • 12.02.2018

    »Verlaust, zerlumpt – damit entsprachen sie dem Klischee«

    Interview von Uwe Klußmann […]  Der Spiegel: Sehr viele Menschen wissen um die Erfahrung von Flucht und Vertreibung in ihrer Familienbiografie. Andreas Kossert: Und dennoch herrscht weitgehend Unkenntnis über Bedeutung und Größenordnung dessen, was sich nach 1945 ereignet ...
  • 31.01.2018

    Vertriebene ziehen in Kolonne zum Gestüt

    […] Am 23. August 1946 sei dann der Befehl gekommen, sich einen Tag später an einer fünf Kilometer entfernten Bahnstation einzufinden. »Was soll man mitnehmen? Lebenswichtige Entscheidungen mussten in einer Nacht gefällt werden«, blickte er zurück. In Viehtransportern sei es gen Westen gegangen, in Marienborn bei Helmstedt habe man in Person ...
  • 19.09.2017

    Dokumentation eines Zeitzeugen

    Von Robert Schmitt […] Auf 175 Seiten hat er »Das Flüchtlingslager Vogelherd/Schwabach« als »Station auf dem Weg der Vertreibung« beschrieben. Besonders beeindruckend sind dabei zahlreiche Zeitzeugenberichte. Über 50 000 Flüchtlinge aus dem Osten ist es nach Ende des Zweiten Weltkriegs ebenso wie ihm ergangen. Bis Dez ...
  • 29.08.2017

    Julie von Kessel: Altenstein

    »Die Geschichte einer alten Adelsfamilie, die an ihrem Erbe fast zerbricht. Im Winter 1945 sitzt ein Kind in einem überfüllten Personenzug von Königsberg nach Westen. Sehnsüchtig blickt der kleine Konni hinaus in den Schnee – seine Mutter ist nicht mitgekommen. Gräfin Agnes von Kolberg wird ihren zehn Kindern erst später auf das Gut Altenst ...
  • 02.08.2017

    Verena Feistauer: Eine neue Heimat im Kino

    »Infolge des Zweiten Weltkriegs verloren etwa zwölf Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den damaligen deutschen Ostgebieten und den deutschen Siedlungen in Osteuropa ihre Heimat. Ihre Integration in der BRD und der DDR verlief nicht immer reibungslos, sondern wurde durch das Aufeinanderstoßen verschiedener Mentalitäten und Konfessionen er ...
  • 20.06.2017

    Die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft

    Von Nicole Laskowski […] »Es war im Mai, da sagte Rosemaries Oma: In der Nähe auf dem Bauernhof ist eine Familie aus Schlesien eingezogen. Das kleine Mädchen ist bestimmt in deinem Alter. Spiel doch mal mit ihr«, erinnert sich Brüge. Dass die wohlmeinende Oma damit eine mehr als 70 Jahre währende Freundschaft begründen ...
  • 14.06.2017

    Ausstellung in Straubing: Schlesien und sein reiches Erbe

    Von Ruth Müller […] »Von den vier Millionen Schlesiern, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verloren, kamen rund 500.000 nach Bayern, allein 98.000 nach Niederbayern und davon wiederum 10.000 nach Straubing«, so Dr. Gotthard Schneider in seinen Ausführungen. Diese Vertriebenen brachten nicht nur Erinnerungen an ihre ...
  • 21.05.2017

    Die Wahrheit über Paul Celans Auftritt bei der Gruppe 47

    Von Helmut Böttiger […] Zieht man die vorhandenen Quellen und Materialien heran, dann stellt sich heraus: Diese Darstellung ist nicht haltbar. Im Gegenteil: Celan hatte 1952 im Ostseebad Niendorf beträchtlichen Erfolg. […] Auf der Suche nach dem Ausgangspunkt für die erfolgreiche Diffamierung als antisemitisch stößt man ...
  • 01.04.2017

    Und es gab kein Zurück

    Von Sabine Ehrentreich […] Anders als die Geflüchteten heute brachten die Menschen die gleiche Kultur und Sprache mit – gleichwohl, wie viel größer sei die Herausforderung damals gewesen als heute, schreibt Seilnacht. Zumal viele der aufnehmenden Städte damals noch darniederlagen, viele Menschen auch im Westen arm waren. ...
  • 17.10.2016

    Richtfest ist »wichtiger Meilenstein«

    […] Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte, mit Umbau und Sanierung des Deutschlandhauses entstehe nun auch "ein sichtbares Zeichen gegen Flucht und Vertreibung". Sie sei dankbar, dass der Erinnerung an Flucht und Vertreibung Millionen Deutscher - im Bewusstsein deutscher Verbrechen - im und nach dem Zweiten Weltkrieg jetzt Raum gegeben wer ...
  • 20.09.2016

    Weltkriegserlebnisse aus erster Hand

    Von Oliver Kühn […] Vieles von dem, was ihr widerfahren ist, deutet sie meist nur an. »Wir wollten nur nach Oberhausen. Wir haben das geschafft, ich kann das gar nicht begreifen.« […] Schließlich entwickelt sich eine Unterhaltung zwischen Wilma Starke und den Schülern. So finden etwa Lukas Cielslak (18), seine Schwester ...
  • 19.02.2016

    Als die Bürger zusammenrückten

    Von Peter Kratzmann    »Flüchtlinge und Vertriebene in Wildeshausen nach dem Zweiten Weltkrieg« – ein eher nüchterner Titel für eine lokale Betrachtung der Zeit nach den Kriegswirren. Ein Kapitel deutscher Geschichte, von Vertreibung, Elend und Neuanfang, aber auch von geradezu sich aufdrängender Aktualität. Der Vort ...
  • 18.02.2016

    »Die Menschheit hat nichts dazu gelernt«

    […] »Meine Oma war den Wildeshausern, die unsere Notsituation erkannten und sofort halfen, zeitlebens dankbar«, so Kunz. Und dennoch habe sie den Verlust ihrer Heimat und die Familienschicksale seelisch nie verkraftet. […] ...
  • 18.11.2015

    Von Gablonz nach Neuheim

    Der Anblick der ihnen zugedachten Unterkünfte war für die Ankömmlinge ein Schock. »Die Häuser waren in einem katastrophalen Zustand«, stellte Hans Schmutzer, einer der künftigen Bewohner, deprimiert fest. Türen und Fenster waren heraus gerissen, ebenso Schlösser, Steckdosen und Schalter. Halbe Dächer fehlten. Keller waren vermauert und mit ...
  • 08.07.2015

    Elena Bitterer: Meine Heimat im Glas

    »In der Nachkriegszeit kamen rund 6.000 Heimatvertriebene nach Ravensburg, die Vertriebenen machten damit ein Viertel der Bevölkerung aus. Sie veränderten die Stadt räumlich, wirtschaftlich und kulturell. Was aber bewegt die Vertriebenen heute? Und wie ist damit umzugehen, dass im Durchschnitt jeder junge Ravensburger einen Großelternteil hat, ...
  • 17.06.2015

    Das Schicksal der deutschen Vertriebenen nicht vergessen

    ideaSpektrum, 16.06.2015 Erstmals wird am 20. Juni in Deutschland der »Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung« begangen. Dabei soll nach dem Willen der Bundesregierung besonders die Bedeutung jener Vertreibungen gewürdigt werden, die 15 Millionen Deutsche nach 1945 hinnehmen mussten. Sie mussten ihre Heimat in Sc ...
  • 17.06.2015

    Keine Karthago-Lösung für Deutschland

    Von Ulrich Nettelstroth Im Sommer 1945 standen die Siegermächte des zweiten Weltkriegs vor der Frage, wie sie mit den durch Angriffskrieg und NS-Verbrechen belasteten Deutschen umgehen sollten. »Sollte es zu einer Karthago-Lösung kömmen, also einer Zerstückelung des Landes, einer kollektiven Bestrafung, oder zu einer Umerzi ...
  • 01.06.2015

    Preis geht nach Weilburg

    Nassauische Neue Presse, 30.05.2015 »[...] Ralph Gorenflo,Thomas Schäfer und Werner Röhrig haben eine Video-DVD erstellt, die die Flucht und Vertreibung der Deutschen aus ihrer Heimat dokumentiert und in einer 50-minütigen Zusammenfassung medial präsentiert. Die Dokumentation greift eindrucksvoll die Flucht und Vertreibung ...
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