20.02.2017 , 18:00
Humboldt-Universität zu Berlin – Senatssaal und Foyer
Unter den Linden 6, 10117 Berlin, Deutschland

Entgrenzung

Ausstellungseröffnung: Deutsche auf Heimatsuche zwischen Württemberg und Kaukasien

1817/1818 erreichten deutsche Siedler überwiegend aus Württemberg Südkaukasien und gründeten dort bis 1819 acht Kolonien. Aus Anlass des 200-jährigen Jubiläums ihrer Ankunft wird die vom Auswärtigen Amt geförderte Ausstellung 2017 in Berlin eröffnet und anschließend bis 2018 an weiteren Orten in Deutschland, Aserbaidschan, Georgien und der Ukraine der Öffentlichkeit präsentiert.

Zentrale Themen der Ausstellung sind: Ursachen der Auswanderung aus Württemberg, Ankunft, zaristische Einwanderungspolitik und Aufbau von Siedlungsstrukturen im multikulturellen Umfeld Südkaukasiens, gesellschaftliches, religiöses und ökonomisches Leben in den Mutter- und zahlreichen Tochterkolonien, städtisches Leben und Unternehmertum in Tiflis und Baku, Veränderungen durch den Ersten Weltkrieg, Bürgerkrieg und Revolutionen, die Sowjetisierung und ihre Auswirkungen auf Gemeinschaft und Wirtschaft unter ländlichen und städtischen Deutschen, Verfolgung und Deportation nach Kasachstan und Sibirien und die Folgen bis in die Gegenwart.

Heute sind noch zahlreiche materielle und immaterielle Denkmäler deutsch-kaukasischer Beziehungsgeschichte in Südkaukasien erhalten, die für die Zukunft bewahrt werden sollen. Eine gemeinsame Erinnerungskultur kann im Rahmen der Östlichen Partnerschaft einen Beitrag zu einer in mehrfacher Hinsicht »entgrenzten« Verständigung zwischen den Menschen aus der Europäischen Union, besonders denen aus Deutschland, und den Bürgern Südkaukasiens leisten.

Programm

Es begrüßen

  • Prof. Dr. Sabine Kunst
    Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin (angefragt)
  • S. E. Prof. Dr. Dr. h.c. Lado Chanturia, Botschafter von Georgien
  • S. E. Ramin Hasanov, Botschafter der Republik Aserbaidschan

Es sprechen

  • I. E. Heidrun Tempel, Beauftragte der Abteilung für Kultur und Kommunikation, Auswärtiges Amt Berlin
  • Prof. Dr. Eva-Maria Auch, Lehrstuhl Geschichte Aserbaidschans, Humboldt- Universität zu Berlin
  • Dr. Manfred Nawroth, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin
  • Dr. Harald Roth, Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa

Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang.

Anmeldung

Um Anmeldung wird gebeten:
Birgit Luschei
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ausstellung

Die Ausstellung Entgrenzung – Deutsche auf Heimatsuche zwischen Württemberg und Kaukasien wird vom 21. Februar bis zum 19. März 2017 in der Humboldt-Universität zu Berlin gezeigt.

Verkehrsverbindungen

U-Bahn
U6 (Friedrichstraße)

S-Bahn
S1, S2, S7, S25, S75 (Friedrichstraße)

Bus
200 (Staatsoper)
100 (Staatsoper)
TXL (Staatsoper)

Die Ausstellung entstand in Kooperation des Deutschen Kulturforums östliches Europa mit dem Kultur- und Wissenschaftsverein EuroKaukAsia e. V. und dem Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin. Sie wurde finanziert durch das Auswärtige Amt und unterstützt durch die Humboldt-Universität zu Berlin.

Lage


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