02.06.2004 - 09.01.2005
Donauschwäbisches Zentralmuseum
Schillerstraße 1, 89077 Ulm, Deutschland

Johnny Weissmüller

Ausstellung zum 100. Geburtstag: Der später weltberühmte Olympiasieger und Schauspieler kam 1904 in Freidorf im Banat als Hans Weiszmüller zur Welt

Am 2. Juni jährt sich der 100. Geburtstag von Johnny Weissmüller (1904–1984). Aus diesem Anlass zeigt das Donauschwäbische Zentralmuseum eine Ausstellung über das Leben des weltberühmten Schwimmers und Tarzandarstellers. Dies ist die einzige Ausstellung im deutschsprachigen Raum.

Um Johnny Weissmüller ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden; in fast allen Biographien finden sich fehlerhafte Informationen. Er selber hat dazu beigetragen, seine Herkunft zu verschleiern und die Umstände einer unglücklichen Jugend in einer Immigrantenfamilie zu verschweigen.

Als Hans Weiszmüller ist er am 2. Juni 1904 in Freidorf im Banat zur Welt gekommen, im Taufregister wurde János eingetragen. Freidorf war eine Ortschaft mit mehrheitlich deutscher Bevölkerung im damaligen Ungarn. Auch Weissmüllers Eltern waren Deutsche, deren Vorfahren im 18. Jahrhundert aus der Pfalz dorthin ausgewandert waren. Heute ist Freidorf ein Stadtteil von Temeswar/Timiosara in Rumänien. Wie viele andere Banater Schwaben ist die Familie 1905 in der Hoffnung auf eine bessere Existenz nach Amerika ausgewandert.

Doch in der neuen Welt brach die Familie auseinander, und Hans, der jetzt Johnny hieß, musste als Kind zum Lebensunterhalt beitragen. In Chicago trainierte er in einem Schwimmverein. Sein sportliches Talent wurde entdeckt und gefördert. Mit seinem individuellen Schwimmstil erzielte Weissmüller zunächst regionale und später auch nationale Erfolge. Er war der erste Mensch, der die 100-Meter-Distanz unter einer Minute schwamm, und er war der erfolgreichste Schwimmer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bei den Olympischen Spielen in Paris 1924 und Amsterdam 1928 gewann er insgesamt fünf Goldmedaillen für die amerikanische Nationalmannschaft. Während seiner sportlichen Karriere stellte Weissmüller 28 Weltrekorde auf und gewann in den USA 52 nationale Meisterschaften.

Nach seiner Zeit als aktiver Sportler wurde Weissmüller von Hollywood entdeckt. Als Tarzan gelangte der gut aussehende Athlet zu Weltruhm. Zwischen 1932 und 1948 spielte er in zwölf Filmen die Rolle des guten Urwaldmenschen. Obwohl viele andere Schauspieler vor und nach ihm als Tarzan auf der Leinwand zu sehen waren – mit seinem unnachahmlichen Schrei ging Johnny Weissmüller als bekanntester Tarzandarsteller in die Filmgeschichte ein. Seine Filme wurden bis in die 1970er Jahre in der ganzen Welt gezeigt und vom Publikum begeistert aufgenommen. In den 50er Jahren spielte Weissmüller in Kinofilmen und Fernsehserien den »Jungle Jim«. Er zehrte von dem Ruhm vergangener Zeiten und versuchte, seinen Namen als Werbeträger zu vermarkten. In geschäftlichen Dingen unerfahren, verlor Weissmüller viel Geld und arbeitete schließlich am Empfang eines Hotels in Las Vegas. Nach mehreren Schlaganfällen starb Weissmüller 1984 in Acapulco, wo er zuletzt von seiner Frau Maria gepflegt wurde. Johnny Weissmüller war fünf Mal verheiratet und hatte drei Kinder.

Ausstellungseröffnung:
Mittwoch, 02. Juni, um 19.00 Uhr

Begrüßung:

  • Staatssekretär Heribert Rech MdL, Vorsitzender des Stiftungsrates des DZM
  • Dr. Knut Nevermann, Ministerialdirektor bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
  • Ivo Gönner, Oberbürgermeister der Stadt Ulm
  •  

    Öffnungszeiten:
    Di – So von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr

    Öffentliche Führungen:
    Sonntag, 13. Juni 2004, 14:00 Uhr
    Sonntag, 27. Juni 2004, 14:00 Uhr
    Sonntag, 11. Juli 2004, 14:00 Uhr
    Sonntag, 25. Juli 2004, 14:00 Uhr
    Weitere Gruppenführungen sind auf Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

    Museumspädagogisches Begleitprogramm:

    »Auf Tarzans Spuren – Eine Dschungeltour durch die Ausstellung«
    Begleitprogramm für Kinder (8–11 Jahre).
    Mittwoch, 23. Juni 2004, 15:00 Uhr
    Mittwoch, 07. Juli 2004, 15:00 Uhr
    Mittwoch, 21. Juli 2004, 15:00 Uhr
    Bitte Voranmeldung bei der Museumspädagogin
    Elke Leinenweber
    T: +49 731 96254105
    E-mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
    Weitere Termine für Schulklassen, für Gruppen und für die Altersgruppe (12 – 15 Jahre) nach Absprache mit der Museumspädagogin.

    Das Tarzan-Projekt
    Donnerstag, 15. Juli 2004, 18:00 Uhr
    Präsentation eines Trickfilms, den die Schüler des Kunstzuges der Klasse 7 d des Kepler-Gymnasiums Ulm erstellt haben. In Zusammenarbeit mit der Kulturwerkstatt Kontiki.

    Johnny Weissmüller
    Weitere Informationen auf den Internet-Seiten des Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm

    Eine Ausstellung des Donauschwäbischen Zentralmuseums

    Lage


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