16.01.2003 , 20:00
Filmmuseum Potsdam | Marstall am Lustgarten
Breite Str. 1A, 14467 Potsdam, Deutschland

Schlesiens wilder Westen

Filmvorführung und anschließendes Gespräch mit der Regisseurin Ute Badura, Knut Elstermann und Dr. Hanna Nogossek

Haus. Familie. Landschaft. Das Wichtigste im Leben kann zerstört werden durch Krieg und Vertreibung. Menschen erzählen, was ihnen geschah in Seifershau/Kopaniec. Liebevoll, vorsichtig erzählen sie, sparen Grausamkeiten nicht aus, erinnern sich an glückliche Augenblicke. Das Dorf im schlesischen Riesengebirge war bis 1946 von Deutschen bewohnt, dann kamen Polen und andere Vertriebene aus dem Osten, die man, weil sie Polen waren, nach der Westverschiebung der sowjetischen Grenze aus der Ukraine über Sibirien nach Westpolen deportierte. Diesen Menschen, Deutschen und Polen, hat man die Wurzeln ausgerissen. Auch wenn die Risse langsam vernarben, bleibt ein Phantomschmerz und Sehnsucht. Langsam, fast sechs Jahrzehnte danach, weicht der Hass einem Verstehen.

Ein zärtlicher, einfühlsamer Heimatfilm, den Ute Badura für ihren Vater machte, der vertrieben wurde, und für alle Menschen, die Treibgut der Weltgeschichte sind.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch zwischen der Regisseurin Ute Badura, Filmkritiker Knut Elstermann (ORB) und Dr. Hanna Nogossek, Direktorin des Kulturforums, statt.

Weitere Vorstellungen im Filmmuseum

Dienstag, 14. und Mittwoch, 15. Januar 2003, jeweils 20.00 Uhr
Sonntag, 19. Januar 2003, 18.00 Uhr

Badura Film
Filmographie Ute Baduras und detaillierte Informationen zum Film „Schlesiens Wilder Westen“

Eine Veranstaltung des Filmuseums Potsdam in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa

Lage


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